
Fenster sind ein wichtiger Teil der Gebäudehülle. Sie lassen nicht nur Licht in die Räume, sondern müssen auch gegen Wärme und Kälte isolieren und vor eindringendem Regen schützen. Bei regelmässigem Unterhalt (insbesondere der Holzrahmen) halten Fenster jahrzehntelang. Nötig wird ein Austausch meist aus energetischen Gründen. Denn neue Fenster isolieren um ein Mehrfaches besser als alte.
Aktuelle Standards
Glas
Konventionelles Gebäude: doppelte Wärmeschutzverglasung mit Edelgasfüllung und einem U-Wert für das Fenster von 1,5 oder weniger (der U-Wert gibt an, wie gut ein Bauteil isoliert)
Minergiestandard: dreifache Wärmeschutzverglasung mit Edelgasfüllung und einem U-Wert von 1,0
Rahmen
Fensterrahmen aus Holz, Kunststoff oder Holz/Aluminium (innen Holz, aussen Aluminium)
Typische Probleme und Lösungen
Die bestehenden Fenster isolieren schlecht.
Die günstige Variante erfordert zwar weniger Investitionen, spart aber auch weniger Heizenergie ein.
An den Fensterrahmen blättert die Farbe ab.
Die günstige Variante ist nur sinnvoll, wenn die Fenster bereits mit einer Isolierverglasung ausgestattet sind und gut dichten.
Die Fenster sind zu klein, die Räume deswegen düster.
Schnittstellen mit anderen Arbeiten
Diese Profis helfen Ihnen
Daran sollten Sie unbedingt denken!!!
Rahmenbreite: Neue Fenster haben oft wesentlich breitere Rahmen als alte. Dadurch kann viel Licht verloren gehen. Vergleichen Sie deshalb bei der Evaluation auch diesen Aspekt.
Neuanstrich: Fensterrahmen aus Holz sollten immer gleichzeitig innen und aussen gestrichen werden. Sonst verändert sich das bestehende Gleichgewicht für den Feuchtigkeitsaustausch und es besteht das Risiko, dass die neue Farbe bald wieder abblättert.
Ökologie: Aus Kostengründen werden heute oft Kunststofffenster eingebaut. Im Gegensatz zu Holz- oder Holz-/Aluminiumfenstern können diese aber, wenn sie einmal unansehnlich geworden sind, nicht aufgefrischt werden. Zudem sind die Entsorgung oder das Recycling des PVC-haltigen Kunststoffs nicht ganz unproblematisch.
Fassadenisolation: Überlegen Sie beim Austausch der Fenster, ob Sie in absehbarer Zeit auch die Fassade isolieren möchten. Ist dies der Fall, sollte der spätere Anschluss der Isolation an die Fenster unbedingt mit eingeplant werden.
Schimmelbildung: Ist Ihr Haus nicht isoliert, besteht nach dem Einbau neuer, dichter Fenster das Risiko, dass sich auf der Rauminnenseite an den Aussenwänden Schimmel bildet. Dies deshalb, weil die Oberflächentemperatur einer nicht isolierten Wand tief ist und die warme, feuchte Luft des Raumes daran kondensiert. Während alte Fenster dank ihrer Undichtigkeit für genügend Durchlüftung sorgen, sodass sich kein Schimmel bilden kann, halten die neuen Gläser und Rahmen die warme, feuchte Luft im Raum zurück. Es lohnt sich deshalb vor dem Einbau einen Bauphysiker beizuziehen, der berechnen kann, ob ein Schimmelrisiko besteht, und Ihnen die nötigen Gegenmassnahmen nennt.
Stockwerkeigentum: Wenn Sie eine Wohnung im Stockwerkeigentum besitzen, ist der Austausch der Fenster üblicherweise Sache der Stockwerkeigentümergemeinschaft. Möchten Sie die Fenster Ihrer Wohnung auf eigene Faust erneuern, benötigen Sie dazu die Einwilligung der anderen Eigentümer.
Hier finden Sie weitere Informationen: