Klinkerboden: eine zeitlose Alternative mit viel Charme

Klinkerböden sind charmant, zeitlos und so robust, dass sie noch heute in und um alte Häuser sehr schön sind. Lesen Sie hier über die Eigenschaften, das Verlegen und die Pflege eines Klinkerbodens.

Klinkerböden und Klinkerfassaden sind sehr dekorativ. Oft findet man das robuste Material um und in alten Gebäuden.

Klinker trägt zum Charme eines alten Gemäuers bei, wertet aber auch ein modernes Haus optisch auf. Klinkersteine sind sehr robust, haltbar und pflegeleicht. In diesem Artikel informieren wir Sie über die liebenswerten Eigenschaften vom Klinkerboden.

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Was ist Klinker?

Klinkerboden besteht aus gebrannten Ziegelsteinen. Beim Brennen werden so hohe Temperaturen erreicht, dass die äusseren Schichten des Ziegelsteines kurz vor ihrem Schmelzpunkt stehen.

Dabei wird der Sinterprozess in Gang gesetzt. In den äusseren Schichten des Ziegelsteines verdichten sich die Partikel und die Poren werden geschlossen.

Durch die hohe Temperatur steht die Oberfläche des Ziegelsteines kurz vor dem Schmelzen.

Es entsteht ein Film auf der Oberfläche des Ziegelsteines, der nach dem Auskühlen die charakteristische glatte Oberfläche des Klinkers erzeugt und dafür sorgt, dass das Material widerstandsfähig und wasserabweisend ist.

Wortherkunft

Übrigens: Der Name „Klinker“ entstammt nicht etwa dem Namen des Erfinders der gebrannten Ziegel. Vielmehr beschreibt der Name lautmalerisch den hohen Klang, der entsteht, wenn die Steine zusammengeschlagen werden. 

Wie wird Klinkerboden verlegt?

Klinkerboden sollte sorgfältig und von einem Fachmann verlegt werden, denn die gebrannten Steine sind sehr langlebig. Mancher Klinkerboden liegt bereits seit 150 Jahren. Da sollte auf eine nachhaltige Arbeit beim Verlegen geachtet werden.

Der Untergrund muss stabil sein und darf keine Unebenheiten aufweisen. Regenwasser muss die Möglichkeit haben abzulaufen, denn sonst spült der Untergrund aus und die Klinker sacken ab. Hier eignet sich das Einplanen einer leichten Neigung.

Um die Belastung durch Wasser zu verringern, sollte die Fläche des Pflasters etwas oberhalb der angrenzenden Flächen liegen. Für stabile Kanten, die auch nach Jahren nicht abbröckeln, sollte der Untergrund 25 Zentimeter breiter angelegt werden als das fertige Pflaster.

Unter den Klinkersteinen werden über der festen Untergrundschicht aus Erde drei Schichten angelegt:

  • Eine Tragschicht aus Splitt oder grobkörnigem Sand,
  • ein Vlies, das den Untergrund stabilisiert,
  • eine Abrichtschicht aus Splitt oder feinerem Sand.

Wie kann Klinkerboden gestaltet werden?

Beim Verlegen eines Klinkerbodens können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Mit verschiedenen Mustern und Akzenten in unterschiedlichen Farben können Sie einen faszinierenden Gesamteindruck schaffen. Beliebte Muster sind folgende:

  • Der Läuferverband: Beim klassischen Läuferverband werden die Klinker parallel zueinander mit einem Versatz bei je der Hälfte des Steines verlegt. Diese Variante kann parallel oder diagonal zu den Kanten des Pflasters verlegt werden.
  • Der Fischgrätverband: Beim Fischgrätverband werden die Ziegel im 90°-Winkel zueinander verlegt, wobei die kurze Seite eines Ziegels bei der Hälfte der langen Seite des angrenzenden Ziegels abschliesst.
  • Der Blockverband: Beim Blockverband bilden je zwei Steine ein Quadrat. Das angrenzende Quadrat wird um 90° verdreht angelegt.

Die klassischen Muster können erweitert, kombiniert oder völlig neu erfunden werden. Ein professioneller Handwerker kann Ihre Ideen auf Machbarkeit prüfen und umsetzen oder Ihnen weitere Vorschläge unterbreiten. 

Wie wird Klinkerboden gepflegt?

Klinkerboden ist generell sehr pflegeleicht und langlebig. Doch auch dieser Boden ist der Witterung ausgesetzt oder wird ausgetreten. Schleifen oder Sandstrahlen sind keine empfehlenswerten Reinigungsmethoden, denn dadurch wird die robuste Oberflächenschicht der Ziegel zerstört.

Befindet sich in oder an Ihrem Haus ein alter Klinkerboden, der etwas Zuwendung benötigt, empfiehlt es sich, zu prüfen, ob die Klinker umgedreht werden können. Die Rückseiten sind meist nicht verwittert oder abgenutzt, sondern erstrahlen wie am ersten Tag.

Genügt eine Reinigung, sollten Sie nicht auf Säure zurückgreifen, sondern milde Reinigungsmittel wie heisses Wasser und Schmierseife verwenden. Die meisten Verschmutzungen können so sehr gut gelöst werden.

Bei stärkeren Verschmutzungen und Schäden sollten Sie einen Fachmann zurate ziehen. 

Hier erfahren Sie mehr zum Thema "Bodenleger gesucht".

Der richtige Profi für Ihren Klinkerboden

Klinkerboden ist eine altbewährte Alternative zu anderen Böden wie Platten oder Fliesen. Möchten Sie einen Klinkerboden verlegen oder vorhandene Klinker restaurieren, sollten Sie auf die Hilfe eines Profis zurückgreifen.

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