Tipps zum Brunnen bauen

Im Garten einen eigenen Brunnen zu bauen ist eine wundervolle Idee! Er bringt Ihnen Entspannung, Trinkwasser und ein Stück Autarkie. Lesen Sie hier, wie sich die Preise fürs Brunnenbohren zusammensetzen, welche Vorschriften Sie beachten müssen und was die gängigsten Arten für ein Bauprojekt mit Brunnen sind.

Wasser ist nicht nur kostbar, sondern auch teuer. Durch einen eigenen Zugang zum Grundwasser können Sie Ihre Betriebskosten erheblich senken. Das lohnt sich besonders, wenn das Brunnenwasser Trinkwasserqualität hat. Doch auch optisch kann ein Brunnen den Garten aufwerten und mit einem angenehmen Plätschern zur Entspannung beitragen. 
In diesem Artikel lesen Sie, welche Varianten es im Brunnenbau gibt, welche Vorschriften es zu beachten gilt und wie sich die Kosten zusammensetzen.

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Genehmigungen

Bevor Sie einen Brunnen bohren lassen, benötigen Sie eine Konzession vom Amt für Wasser und Abfall (AWA) Ihres Kantons. Grundwasser ist – genau wie Oberflächenwasser – öffentliches Wasser. Das bedeutet, dass es im Besitz des Kantons ist.

Bevor Sie die Konzession erhalten, müssen Sie nachweisen, dass die Nutzung machbar ist. Fachplaner und Energieberater können Ihnen dabei helfen. Bei der Erteilung und den Kosten für die Konzession kommt es auch darauf an, wie viel Wasser Sie wofür verwenden wollen

Am strengsten sind die Auflagen, wenn Sie das Wasser als Trinkwasser nutzen wollen, oder wenn das Grundwasser in Ihrer Nähe als Trinkwasser gefördert wird. Die Kosten für die Konzession unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Fragen Sie am besten direkt beim AWA an, mit welchen Preisen Sie rechnen können.

Charakter und Nutzen Ihres Brunnens – Diese Varianten gibt es

Bevor Sie einen Handwerker beauftragen, sollte Sie sich einige Gedanken zum Brunnenprojekt machen. Überlegen Sie sich welchen Nutzen Ihr Brunnen erfüllen und was sein grundlegender Charakter sein soll. Hier können Sie sich nämlich bereits entscheiden zwischen einem Zierbrunnen, einem Springbrunnen und einem Grundwasserbrunnen

  • Der Zierbrunnen funktioniert als dekoratives Element in Ihrem Garten. Er wird aus einem geschlossenen Wasserkreislauf gespeist und benötigt keinen Zugang zum Grundwasser. Eine Wasserspielpumpe hält das frische Nass in Bewegung. Zierbrunnen bereichern den Garten, indem sie mit einem dezenten Plätschern eine beruhigende Atmosphäre verbreiten. Formen des Zierbrunnens sind: Wandbrunnen, Säulenbrunnen und Kugelbrunnen.
  • Eine spezielle Variante des Zierbrunnens ist der Springbrunnen. Falls Sie einen Gartenteich haben, bietet sich diese Variante zum Brunnenbau an. Er kann aber auch frei an einem anderen Ort errichtet werden. 
  • Ist eine schlichte Fontäne gewünscht oder sollen auffällige Kaskaden den Betrachter beeindrucken? Je genauer Ihre Vorstellung ist, desto präziser können Sie Ihre Offertanfrage formulieren.
  • Der Bau eines Grundwasserbrunnens ist besonders anspruchsvoll. Er setzt Fachkenntnisse, spezielles Werkzeug und die Erteilung einer Genehmigung voraus. 
  • Um einen Brunnen zu bauen, der unmittelbaren Zugang zum Grundwasser auf dem eigenen Grundstück gewährt, wird ein Loch mit entsprechender Tiefe gebohrt. In ihm sammelt sich das Grundwasser, welches mit Pumpen nach oben geholt wird.
  • Sie können so den Garten mit frischem Grundwasser giessen und das Wasser (je nach Qualität) auch als Trinkwasser verwenden. Das Wasser kann auch als Waschwasser für die Spül- und/oder Waschmaschine und als WC-Spülwasser genutzt werden. Achten Sie darauf, dass die Kosten hierbei den Nutzen nicht überschreiten.  

Grundwassernutzung – Drei Arten den Brunnen zu bauen

Sie haben sich entschieden, einen Brunnen bauen zu lassen, um das Grundwasser zu nutzen? Diese drei Varianten des Brunnenbaus führen Sie zum Ziel:

  • Die erste Methode ist die des Ramm- oder Schlagbrunnens. Sie ist die günstigste Methode und weit verbreitet. Mittels einer elektrischen Ramme wird ein Metallrohr bis zum Grundwasserspiegel in den Boden getrieben. Allerdings funktioniert diese Methode nur bis zu einer Tiefe von sieben Metern, da dazu üblicherweise Handpumpen verwendet werden, deren Kraft nicht tiefer reicht. Je nach Beanspruchung müssen die Metallrohre nach ungefähr fünf Jahren ausgetauscht werden.
  • Die zweite, traditionelle Methode ist der Schachtbrunnen. Hierbei wird ein Loch bis zu zehn Metern Tiefe gegraben und ausgekleidet. Das Grundwasser sammelt sich in dem Schacht und kann abgeschöpft werden.
  • Schachtbrunnen sind sehr langlebig. Allerdings ist die tägliche Wassermenge eher gering und der Bau eines Schachtbrunnens kostet mehrere tausend Franken.
  • Die teuerste und effizienteste Brunnenart ist der Bohrbrunnen. Solche Brunnen können bis auf eine Tiefe von 20 Metern gebohrt werden. Je tiefer ein Brunnen, desto besser die Wasserqualität. Mit jedem gebohrten Meter steigen allerdings auch die Kosten für den Brunnen.

Die Kosten und wie sie sich zusammensetzen

Um Ihre Ausgaben auf lange Sicht zu senken, lohnt es sich, das Projekt vorab mit einem Gartenbauer durchzurechnen. Diese fünf Kostenfaktoren sollten Sie einberechnen:

  • Inspektion und Beratung: Es lohnt sich zunächst, eine einmalige Pauschale für die gemeinsame Inspektion mit dem Fachmann oder mit verschiedenen Profis zu vereinbaren, bevor Sie einen Auftrag vergeben. Eine falsche Einschätzung bedeutet nämlich doppelte Arbeit und somit höhere Kosten.
  • Ausrüstung: Für die Brunnenbohrung braucht es mehr als einen Spaten. Erd- und Kiespumpe, Plunsche und der passende Dreibock finden sich selten im Durchschnittshaushalt und werden daher vom Auftragnehmer gestellt. Wie alle Gerätschaften nutzen sich auch die Profi-Werkzeuge mit der Zeit ab. Um effektiv arbeiten zu können, besteht ein Teil der Rechnung aus der Benutzungsgebühr.
  • Arbeitsaufwand: Die Härte des Untergrunds bestimmt das zum Einsatz kommende Werkzeug. Je höher der Grad der Technik, desto besser stösst der Bohrer vor und beschleunigt den Prozess. Je nachdem, wo sich die Grundwasserquelle befindet, muss der Brunnenbau entsprechend tief in der Erde angesetzt werden. Befindet sich das Wasser weit unter der Erde, sind auch hier mehr Technologie und Einsatz der Profis gefragt.
  • Material: Für die Grundwasserförderung sollten Sie die Wahl des Materials unbedingt mit dem Fachmann abstimmen. Abhängig von Wassertiefe und Brunnenbreite können verschiedene Modelle wie Tauch-, Motor- oder auch Solarpumpen die beste Wahl sein.
  • Um die Wasserqualität zu sichern, ist es wichtig, auch bei der Wahl des Brunnen- und Filterrohrs auf die geeignete Option zu setzen. Beschreiben Sie Ihrem Fachmann daher während der Inspektion genau, in welcher Form Sie Ihren Brunnen später nutzen möchten, um gemeinsam die beste Variante festlegen zu können.
  • Zusatzkosten: Um tatsächlich alle möglichen Kosten im Blick zu haben, sollten Sie auch folgende Faktoren auf die Liste setzen: Die Fahrtkosten, schwierige Begebenheiten vor Ort und die Wartung (wer von Anfang an auf Qualität beim Material und qualifiziertes Personal gesetzt hat, kann sich auf einen gemeinsam erstellten Wartungsplan zumeist verlassen und muss sich selten über spontan nötig werdende Ausbesserungen ärgern).

Vergleichen Sie verschiedene Offerten. So können Sie erkennen, welche Preisangaben realistisch sind. 

Es kann hilfreich sein, wenn Sie vor der Vertragsunterzeichnung auf einen Fixpreis bestehen. So verhindern Sie unangenehme Überraschungen. 

Die richtige Unternehmung finden

Für den Brunnenbau sind einige Fachkenntnisse und viel teures Spezialwerkzeug nötig. Den Bau sollte deshalb Gartenbauer oder ein Tiefbaubetrieb übernehmen.

Bei der Auswahl der Brunnenbauer sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Ausbildung
  • Referenzen
  • Vor-Ort-Termin mit Besichtigung des Geländes und Informationsgesprächen
  • Detaillierte und transparente Auflistung der Kosten
  • Aufklärung über kostenrelevante Risiken
  • Auskunftsfreude während der Arbeit

Eine gute Offerte erstellen

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