Rasen belüften und sanden: Die 4 wichtigsten Fragen

Wir stellen Ihnen vier Fragen vor, mit denen Sie den richtigen Zeitpunkt zum Belüften und Sanden Ihres Rasens abpassen und den geeigneten Gärtner für Ihr Vorhaben ausfindig machen. So haben Unkraut & Co. keine Chance mehr!

Ein schöner, grüner Garten im Frühjahr lässt die kalten Monate schnell in Vergessenheit geraten. Doch was, wenn trotz regelmässiger Rasenpflege Unkraut und Moose den Halmen die Luft abschneiden oder Sie nun einen Boden haben, in dem das Wasser schlecht abfliesst?

Dann wird es Zeit, die Erde mal ordentlich aufzulockern und Sand auf den Rasen anzubringen. Mit diesen vier Tipps schreiben Sie das Aerifizieren und das Sanden Ihres Rasens richtig aus!

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Wann und wie sollten Sie den Rasen lüften?

Der richtige Zeitpunkt für eine Belüftung Ihrer Grünflächen ist relativ einfach zu erwischen. Die Erde der Rasenfläche verdichtet sich durch das tägliche Betreten, aber auch nach einiger Zeit auf ungenutzten Stellen in einem natürlichen Prozess.

Wenn sich der Boden zu stark verschlossen hat, ist die Sauerstoffzufuhr erschwert und die Rasenwurzeln können nicht mehr weiter in die Tiefe wachsen. Ausserdem hat das Regen- und Tauwasser keine Chance mehr, richtig abzufliessen und sammelt sich an der Oberfläche.

Als Faustregel gilt: Spätestens wenn sich der erste Pilzbewuchs, Moos und Unkraut offen zeigen, ist es höchste Zeit, dass Sie Ihren Rasen belüften.

In der Regel reicht eine entsprechende Pflege zweimal im Jahr aus. Um Ihren Rasen gut durch den Winter zu bringen und ihm nach den kalten Monaten optimale Nährstoffe zuzuführen, sollten Sie sich rechtzeitig zum Frühjahr und Herbst nach dem passenden Gärtner umschauen.

Die Belüftung stellt in den meisten Fällen einen Zwischenschritt dar, und zwar sollte der Rasen in der Regel zunächst vertikutiert werden.

Beim Vertikutieren werden das Moos und die Verfilzungen entfernt, die den Grashalmen die Luft nehmen. Danach findet kommendes Regenwasser schon einmal wieder seinen Weg in die Erde.

Anschliessend ist es Zeit für die Aerifizierung. Der Fachmann kann an dieser Stelle zu verschiedenen Maschinen greifen.  

Allgemein geht es darum, den Raum zwischen den Rasenpflanzen durchzukämmen. Dadurch wird die Rasennarbe aufgelockert und Wasser sowie auch Nährstoffe dringen wieder zu den Wurzeln durch.

Da der Rasen jetzt besonders aufnahmefähig ist, ergibt sich daraus der perfekte Moment, die Erde nachzusäen und zu düngen.

Um ein ideales Ergebnis zu erhalten, werden die Löcher im Boden nun mit Sand gefüllt. Der Gärtner muss dabei genau den richtigen Grad treffen, damit weiterhin ausreichend Regenwasser zu den Wurzeln gelangen kann.

Wann und wie oft muss ein Rasen gesandet werden?

Wenn Sie verdichteten Boden haben oder grundsätzlich einen Boden, in dem das Wasser schlecht abfliesst, ist das Einbringen von Sand eine gute Lösung.

Allgemein gilt: Nicht so lange warten, bis die Bodenqualität sehr schlecht wird. Am besten lassen Sie einen Fachmann drauf schauen: Er weiss genau, wann es Zeit ist, den Boden zu sanden.

Je nach der Region und nach Niederschlagsmenge kann es nötig sein, den Rasen zweimal pro Jahr sanden zu lassen. Das gilt insbesondere für Böden, die grossen Belastungen standhalten müssen – beispielsweise Fussballfelder.

In der Regel reicht es jedoch, das Sanden des Rasens einmal pro Jahr vorzunehmen, in nicht wenigen Fällen muss es sogar nur alle drei Jahre erfolgen. Ein Profi kann Ihnen genau sagen, wie oft das Sanden in Ihrem konkreten Fall nötig ist.

Vor und nach dem Sanden des Rasens müssen Sie genügend Zeit für Vorbereitungen und Pflege einplanen.

Ausserdem sollten Sie genau prüfen, wie viel Sand Sie benötigen – denn zu viel Sand belastet den Boden und verhindert sogar das Rasenwachstum. Planen Sie folgende Schritte, um den Rasen zu sanden:

  • Rasen düngen: Bevor Sie den Rasen starken Belastungen aussetzen, sollten Sie düngen. Dadurch wird das Wachstum angeregt, die Wurzeln gekräftigt und der Rasen hält den folgenden Belastungen besser stand.
  • Rasen aerifizieren und vertikutieren: Den Rasen zu entlüften ist mitunter der wichtigste Schritt vor dem Sanden. Je nach Grösse der zu sandenden Fläche reicht es unter Umständen, sich spezielle Schuhe umzuschnallen und den Rasen mit den dort eingesetzten Nägeln zu lüften. Der Fachmann hat spezielle Rasenlüfter, die sich vor allem bei grossen Flächen lohnen. Auch das Vertikutieren des Rasens ist sinnvoll, da Sie so Moos und Unkraut entfernen und den Boden lockern können.
  • Sand bzw. Sandmischung auftragen: Nach dem Aerifizieren weist der Rasen deutliche Löcher auf, in die nun die Sandmischung eingebracht wird. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, den Sand mit weiteren Stoffen wie z.B. Dünger oder fein gesiebtem Kompost anzureichern. Grundsätzlich ist Sand dazu da, schwere Böden aufzulockern und im Boden stehendes Wasser zu verhindern. Wichtig: Nur so viel Sand auftragen, wie Sie auch verarbeiten können!
  • Sand gründlich einarbeiten: Sie müssen unbedingt den Sand komplett einarbeiten und dürfen ihn nicht einfach auf dem Rasen liegen lassen. Dadurch würde das Gras erdrückt werden und absterben.

Am besten arbeiten Sie diagonal, sodass der Sand von allen Seiten in die Luftlöcher im Boden gedrückt wird.

Warum lohnt sich eine Gartenpflege vom Fachmann?

Auch wenn die Gartenarbeit Spass macht, bietet es sich doch an, die eine oder andere Arbeit dem Fachmann zu überlassen.

So übersteigen zum Beispiel schon die Material- und Werkzeugkosten bei einer fachgerechten Vertikutierung, Aerifizierung und anschliessender Befüllung mit dem passenden Sand in den meisten Fällen die Komplettpreise von professionellen Anbietern.

Ein zertifizierter Gärtner hat mindestens eine 3-jährige Ausbildung plus der eigenen Berufserfahrung mit im Gepäck. Somit kann er Sie das ganze Jahr über kompetent und individuell bei der Rasen- und Gartenpflege beraten und unterstützen.

Überlegen Sie sich zunächst genau, ob Sie die Belüftung und das Sanden Ihres Rasens einmalig vom Profi ausführen lassen möchten oder ob sich vielleicht eine dauerhaft und regelmässige fachmännisch betreute Gartenpflege für Sie lohnen könnte.

Achten Sie dementsprechend auf Qualifikationen und positive Referenzen der Betriebe. Über das renovero-Bewertungssystem können Sie zum Beispiel direkte Kundenbewertungen unserer Nutzer miteinander vergleichen.

Wie viel kostet das Rasen lüften und sanden?

Wenn Sie Arbeitsgeräte bereits zu Hause oder darauf Zugriff haben, halten sich die Kosten absolut in Grenzen. Wenn der Gärtner nur seine Arbeitszeit einbringen muss, sparen Sie natürlich einiges.

Achten Sie beim Sand allerdings auf gute Qualität: Ideal ist kalkarmer Quarzsand mit einer kleinen Körnung von maximal zwei Millimetern. Ist der Sand gewaschen, vermeiden Sie ein Verklumpen und erhöhen die Effektivität des Sandens.

Grundsätzlich müssen Sie mit etwa einem halben Eimer Sand pro Quadratmeter Rasen rechnen – das sind in etwa fünf Liter. Die Kosten belaufen sich auf ca. CHF 2.- pro Liter Sand. In der Regel bringt der Gärtner den Sand mit. 

Ausser Materialien und Arbeitsgeräten kommen noch Kosten für die Arbeitszeit und die Anfahrt der Gärtner auf Sie zu. Diese sollten in den Offerten genau aufgeschlüsselt aufgeführt sein. Sie können mit einem Stundenlohn von CHF 60.- bis 80.- rechnen.

Einen schönen Rasen endlich in Angriff nehmen

Da Sie nun wissen, worauf es bei dem Belüften und dem Sanden Ihres Rasens ankommt, haben Sie bei renovero die Möglichkeit, eine kostenlose und unverbindliche Offertanfrage zu formulieren.

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