Verschönerung des Aussenbereichs vornehmen

Mit den ersten Sonnenstrahlen sorgen verschiedene Renovationen dafür, die Terrasse, den Balkon oder auch das ganze Grundstück schöner zu gestalten. Dabei gilt es, die verschiedenen handwerklichen Eingriffe gut zu planen. Dieser Artikel zeigt, auf was es dabei ankommt.

Der Frühling ist da

Wenn die Terrassenmöbel im Frühling reaktiviert werden und schon die ersten Sonnenstrahlen die Grillsaison einläuten, animiert das viele Menschen, zu einer Umgestaltung oder Renovation einzelner Bereiche des Grundstückes. 

Doch was genau kann man tun, um die Terrasse, den Balkon oder eben das Grundstück hinterm Haus optisch noch ansprechender zu machen? Es bieten sich zahlreiche Optionen, um optische Akzente zu setzen und dabei teilweise auch den praktischen Nutzen zu verstärken.
 

Der Balkon und die Terrasse

Der Balkon bietet meist nur bescheidene Platzverhältnisse, dementsprechend eingeschränkt sind hier die Gestaltungsmöglichkeiten. Eine wohnliche Atmosphäre mit dekorativen Elementen ist jedoch auch hier möglich. Eine Terrasse bietet in dieser Hinsicht naturgemäss etwas grosszügigere Optionen zur Gestaltung. 

Vor allem ein schöner Bodenbelag kann für ein angenehmes Ambiente sorgen. Bei der Terrasse sind Lösungen mit Stein- oder Betonplatten ebenso möglich, wie eine Fläche aus Holz- oder Kunststoffdielen. Auch der Balkon kann mit einem Holzdeck stark aufgewertet werden. Fällt die Wahl des Bodenbelags auf Holz, ergibt sich über die reine Optik hinaus zudem ein weiterer, pragmatischer Vorteil. Dieses Material heizt sich im Sommer einerseits nicht in einem Masse auf, wie es bei den meisten Natursteinen der Fall ist und ist zudem auch sehr viel rutschfester als Fliesen. So können also der Balkon oder die Terrasse bedenkenlos barfuss betreten werden.

Fachfirmen können hier über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien informieren. Steinmetze oder Landschaftsgärtner helfen bei Fragen zu Natur- und Kunststeinarbeiten, bei Holzarbeiten sind auch Zimmermänner die richtigen Ansprechpartner.  

Eine weitere Möglichkeit, den Aussenbereich aufzuwerten, ist eine Überdachung. Eine Pergola mit variabel einsetzbarem Sonnen- oder Regenschutz sorgt für ein grosses Mass an Komfort. Bei einer solchen Massnahme sollten verschiedene Vorüberlegungen angestellt werden, um offene Fragen zu klären. 

Neben diesen Eingriffen finden sich meist Möglichkeiten, dem Balkon oder die Terrasse durch dekorative Stilelemente ein ganz besonders sommerliches Flair zu verleihen. Eine Begrünung des Aussenbereichs mit Pflanzen holt die Natur ein Stück näher ans Haus. Zudem können rankende Exemplare auch zum Sonnenschutz eingesetzt werden.  

Atmosphäre mit Pflanzen schaffen

Zunächst einmal gilt es, bestimmte Grundvoraussetzungen zu klären, bevor die Wahl der präferierten Pflanzen getroffen wird:

  • Welche farbliche Ausrichtung ist gewünscht? 
  • Liegt die Terrasse oder der Balkon in Schattenlage oder scheint häufig die Sonne darauf? 
  • Welche Platzverhältnisse sind gegeben und zu welcher Himmelsrichtung ist der Standort ausgerichtet? 

Bei der Klärung dieser Fragen kann ein (Landschafts-) Gärtner behilflich sein und passende Pflanzen oder ein Begrünungskonzept vorschlagen. Eine Neuanlage verschiedener Teile des Gartens sollte dabei gut geplant werden. Mit den passenden Pflanzen kann an Balkon und Terrasse beispielsweise ein grüner Sichtschutz geschaffen werden. Elemente mit Wasser wie ein Brunnen oder ein kleiner Teich in der Nähe der Sitzflächen schaffen ebenfalls eine einzigartige Atmosphäre.  

Eine Fassadenbegrünung ist dabei eine gute Möglichkeit, sowohl zur Verbesserung der Luftqualität beizutragen und gleichzeitig einen schönen Anblick zu schaffen. Auch für Privathäuser ist dies ein stärker werdender Trend. 

Allerdings müssen hier ebenfalls verschiedene technische Aspekte berücksichtigt werden. Bei einer falschen Begrünung können etwa Schäden am Gebäude entstehen. Zudem sollten geeignete Pflanzen je nach Standort und gewünschter Wirkung ausgewählt werden. 

Hochbeete – dekorativ und praktisch

Ein ganz besonders beliebtes Element für Terrasse und Grundstück ist das Hochbeet, das in vielen verschiedenen Formen und Variationen angeboten wird. Die Gründe dafür sind sowohl optischer als auch praktischer Natur zu finden. 

Zum einen sticht ein Hochbeet visuell zwischen der herkömmlichen Bepflanzung hervor und ist ein echter Hingucker. Der praktische Nutzen liegt zudem auf der Hand. Einerseits kann auf diese Weise auch auf einem eher nährstoffarmen oder zur Bepflanzung ungeeigneten Boden ein ansprechendes Beet platziert werden. Andererseits erwärmt sich ein solches Hochbeet im Sommer wesentlich schneller als sein ebenerdiges Pendant. 

Zudem lässt sich ein Hochbeet erheblich rückenschonender bearbeiten. Jeder Hobbygärtner wird wissen, wie beschwerlich dies bei einem üblichen Beet sein kann. Rückenschmerzen gehören bei einem Hochbeet daher endgültig der Vergangenheit an. Ein solches Gartenelement gehört daher zu den beliebtesten Möglichkeiten, um den Aussenbereich zu verschönern. 

Um die Bearbeitung noch leichter zu machen oder die Beetkonstruktion besser vor dem Verrotten zu schützen, kann eine Grundfläche aus Natursteinplatten sinnvoll sein. Auf diese Weise werden zudem unerwünschte Nagetiere aus dem Boden abgehalten. Eine kleinere Fläche ist meist mit einem geringen Kosten- und Zeitaufwand verbunden und kann von (Landschafts-) Gärtnern oder Steinmetzen fachgerecht ausgeführt werden.  

Manche Pflanzen wie etwa Tomaten sind besonders empfindlich und müssen vor Regen geschützt werden. Hier können Hochbeete auch nachträglich noch mit einem Dach ausgerüstet werden. In diesem Fall kann ebenfalls ein Gärtner oder Schreiner weiterhelfen.  

Wege instand halten

Durch Witterungseinflüsse sind Wegflächen im Aussenbereich besonderen Belastungen ausgesetzt. Stufen, Trittplatten oder gepflasterte Flächen können im Laufe der Zeit marode und unansehnlich werden. Das Frühjahr ist dann die passende Zeit, notwendige Renovationen in Angriff zu nehmen. 

Hier gilt es zunächst eine Bestandsaufnahme zu machen: 

  • Gibt es lose Platten oder Steine? 
  • Müssen beschädigte Elemente ausgetauscht werden? 
  • Soll der Wegverlauf eventuell geändert oder neue Bereiche hinzukommen? 

Diese Fragen helfen dabei, den Umfang der notwendigen Massnahmen einschätzen zu können. Dann kann mit fachlicher Unterstützung das weitere Vorgehen geplant werden. 

Entwässerung auf den neuesten Stand bringen

Auch die Entwässerung am Haus und auf dem Grundstück sollte im Frühjahr auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Oftmals sind Dachrinnen verschmutzt, verstopft oder gar defekt. In manchen Fällen müssen Teile oder die gesamte Rinne ersetzt werden. Je nach Bauart, Grösse und Einsatzzweck entstehen dabei unterschiedliche Kosten. 

Da für die Montage in der Regel spezielles Werkzeug notwendig ist, empfiehlt es sich, für solche Arbeiten einen Fachmann zur Rate zu ziehen. 

Auf dem Grundstück befinden sich zur Entwässerung am Boden weitere Einbauten, etwa Rinnen in der Einfahrt, vor der Garage oder einem Gartenhaus. Hier sollte ebenfalls überprüft werden, ob sie sauber und intakt sind. Für Renovationsarbeiten können (Landschafts-) Gärtner weiterhelfen. 

Möbel und Dekoration für den Aussenbereich

Ein weiterer grosser Schritt in Richtung Wohlfühlatmosphäre ist die Wahl der richtigen Möbel. Bast- oder Rattanmöbel vermitteln ein sehr viel wohnlicheres Ambiente, als Varianten aus Metall. Generell sind an dieser Stelle Möbel aus Holz oder anderen natürlichen Materialien besonders geeignet. Eine Sitzecke auf der Terrasse mit Möbeln dieser Art bringt ein Stück weit Natürlichkeit und Rustikalität in den eigenen Aussenbereich, was das Wohnklima verbessern kann. 

Weitere Mittel zur Dekoration, die gemeinhin gerne unterschätzt werden, sind beispielsweise Textilien in unterschiedlichen Variationen. Blickfänger wie kleine, farbenfrohe Teppiche, Vorhänge, kleine Gardinen oder auch besonders dekorative Kissen setzen zweifellos visuelle Akzente und lassen den ganzen Balkon oder eben auch die Terrasse sehr viel wohnlicher und „natürlicher“ erscheinen. 

Weitere effektvolle Accessoires sind Kerzenständer, Figuren aus Ton oder Porzellan oder auch Hängeregale. 

Renovieren leicht gemacht

Wer plant, eine Veränderung des Aussenbereichs vorzunehmen, welche über das Aufstellen von Pflanzen und Dekoelementen hinausgeht, sollte dringend den einen oder anderen Punkt beachten. 

Bauliche Veränderungen machen es unerlässlich, sich im Vorfeld über einiges klarzuwerden. Zunächst einmal gilt es, die Bedürfnisse mit den Möglichkeiten abzuklopfen und sehr genau gegeneinander abzuwägen. Als nächstes ergibt sich die Frage, ob womöglich sogar die Arbeit eines Architekten erforderlich wird. Mit einem professionellen Baupartner muss darüber hinaus abgeklärt werden, inwiefern gesetzliche Bauvorschriften mit den eigenen Wünschen kollidieren. Wer als Mieter bestimmte Veränderungen vornehmen will, muss dazu zudem eine Einwilligung beim Vermieter einholen

Sind die Kosten abgeklärt und die Finanzierung geregelt worden, gilt es, die Nachbarn über die bevorstehenden Baumassnahmen und eine damit einhergehende mögliche Lärm- und Staubbelastung in Kenntnis zu setzen. Auch wenn eine bauliche Veränderung eine erhebliche Aufwertung des Aussenbereichs verspricht, sollte eine solche Entscheidung dennoch nicht kurzsichtig getroffen werden.