Dachboden ausbauen: Diese 4 Fragen sollten Sie vorab klären.

Wenn Sie Ihren ungenutzten Dachboden ausbauen, gewinnen Sie wertvolle Fläche. Allerdings ist dieses Vorhaben kein ganz kleines Projekt. Für den bestmöglichen Erfolg gehen Sie am besten planvoll an die Renovation heran und stellen sich vor Beginn die vier wichtigsten Fragen.

Sie lieben Ihr Zuhause, aber es fehlt einfach ein Zimmer – für den Nachwuchs, für gern gesehene Gäste oder einfach für sich und Ihr Hobby?

Wenn Sie darüber nachdenken, den bislang ungenutzten Dachboden auszubauen, sollten Sie den Umbau an Ihrem Haus strategisch angehen:

Nutzen Sie die folgenden vier Fragen zu Bewilligungen, Nutzungsmöglichkeiten unterm Dach, notwendigen Arbeiten und Fördergeldern, um auf dem Weg zu Ihren neuen Räumen den entscheidenden Schritt voranzukommen.

Oder wissen Sie bereits, was zu tun ist? Dann können Sie Ihr Projekt jetzt unverbindlich ausschreiben und schnellstmöglich Offerten von bewerteten Handwerkern vergleichen:

1. Brauchen Sie für den Ausbau des Dachstocks eine Genehmigung?

Wenn Sie darüber nachdenken, Ihren ungenutzten Dachboden in Wohnfläche oder auch in Büroräume umzuwandeln, muss das Bauamt Ihrer Gemeinde unter Umständen erst eine Bewilligung sprechen.

Dies ist der Fall bei:

  • Einbau von Fenstern oder Dachlukarnen
  • Erreichen der Ausnützungsziffer
  • Änderungen an Dachform, Geschosszahl oder Nutzungsart
  • Wenn Ortsbildschutz oder Denkmalpflege berührt sind

Eine rechtzeitige Abklärung des Bauvorhabens bei der Gemeinde ist deshalb sinnvoll, um die zahlreichen Auflagen, Vorschriften und Ausnahmeregelungen berücksichtigen zu können.

2. Wie sieht die Dachform aus und was kann daraus entstehen?

  • Dachschräge:

Wie der Dachstock in Zukunft genutzt werden kann, hängt vor allem von der Dachform ab. Ab einem Neigungswinkel von 35 Grad kann rund die Hälfte der Grundfläche von einem Erwachsenen aufrecht stehend genutzt werden.

Ist das Dach flacher, kann immer noch ein Gästezimmer oder ein Hobbyraum im Estrich Platz finden. Unabhängig von der Dachneigung gibt es unterm Dach weniger tragende Wände, sodass eine grosszügige Fläche entsteht.

  • Dachlukarnen:

Bei Dächern mit geringer Neigung bieten sich Dachlukarnen an, um die geringe Raumhöhe auszugleichen. Es gibt vorfabrizierte Lukarnen, die schnell eingebaut sind. Wichtig ist zudem das lokale Baurecht, das oftmals die Grösse der Lukarnen begrenzt.

  • Dachfenster:

Preiswerte Alternativen mit hoher Lichtausbeute sind moderne Dachfester – manche lassen sich sogar zu Balkonen öffnen. Neben der geplanten Raumnutzung entscheidet auch hier das Baurecht über die Umsetzungsmöglichkeiten.

3. Welche Arbeiten fallen an und welche Spezialisten brauchen Sie?

Die handwerklichen und technischen Aufgaben einer Renovation hängen vom Zustand Ihres Estrichs ab. Für ein angenehmes Wohngefühl auch noch nach Jahren sind folgende Aspekte besonders zu berücksichtigen:

  • Mängelfreie Dacheindeckung
  • Gute Isolation und Heizung
  • Natürliches Licht
  • Strom und ggf. Leitung für Telefon/TV
  • Solide Treppenlösung

Lassen Sie die vorhandene Bausubstanz durch einen Dachdecker prüfen. Das ist eine gute Voraussetzung, um Mängel aufzunehmen und um allfällige Baumassnahmen zu planen.

Ebenfalls vom Fach müssen die verschiedenen Arbeiten sein:

  • Statik:

Kann das Obergeschoss ein gedämmtes Dach tragen?

  • Wärmedämmung:

Ist sie Wohnräumen angemessen und auf dem aktuellen Stand der Technik?

  • Einbau von Fenstern/Lukarnen:

Denken Sie dabei auch an den sommerlichen Wärmeschutz.

  • Elektrik:

Lichtplanung und Montage von Kabeln, Steckdosen und Schaltern im sensiblen Bereich der Dampfsperre.

  • Heizungs- und ggf. Sanitärinstallation durchführen lassen.

Die energetische Dämmung eines Dachgeschosses in Eigenregie vorzunehmen, verlangt extrem sorgfältiges Arbeiten und Erfahrung: Denn bei der Isolation im Dach greifen Dichtigkeit und Dampfdiffusion direkt ineinander.

Fehler sind schnell passiert, und dann machen sich Schimmel und in der Folge Bauschäden breit.

4. Können Fördermassnahmen in Anspruch genommen werden?

Der Estrich soll zur Wohnfläche ausgebaut werden und die Gebäudedämmung ist nicht auf dem neuesten Stand? Dann klären Sie unbedingt vor Baubeginn, ob Sie die Wärmedämmung subventionieren lassen können.

Alle wichtigen Informationen zu Fördergeldern finden Sie auf www.dasgebaeudeprogramm.ch:

  • Für die energetische Sanierung Ihres Gebäudes
  • Für den Einsatz erneuerbarer Energien, der Abwärmenutzung und bei der Optimierung der Gebäudetechnik (je nach Kanton)

Hier erfahren Sie mehr über die Kosten für das Ausbauen eines Dachbodens.

Wertsteigerung durch ausgebauten Dachboden

Mit der Dämmung des Dachbodens gewinnt Ihr Haus nicht nur an Raum, sondern auch an Wert, was die Bankfinanzierung vereinfacht. Hierfür lohnt es sich, bei verschiedenen Handwerkerbetrieben Offertenanfragen einzuholen und die Leistungen genau zu vergleichen.

Den Dachausbau klug planen – mit Fachleuten

Ihr Projekt, den Dachboden auszubauen, wird so erfolgreich, wie Ihre konkrete Vorbereitung. Sichern Sie sich Rat und Hilfe von Fachunternehmungen – für die baurechtliche Planung und für die handwerkliche Umsetzung.

Je genauer Sie die individuellen Eckpunkte benennen können, desto einfacher können Sie Offerten einholen und vergleichen.

Bei renovero.ch können Sie mit nur einer kostenlosen und unverbindlichen Offertanfrage Angebote von verschiedenen Anbietern erhalten und vergleichen.

Zusätzlich hilft Ihnen das renovero-Bewertungssystem für Handwerker bei der Auswahl, da Sie von den Erfahrungsberichten anderer Kunden mit den Anbietern profitieren können.