Böden

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Bodenbeläge werden stark abgenutzt. Je nach Material steht deshalb bereits nach wenigen Jahren ein Austausch oder eine Sanierung an. Anlass für eine Bodenrenovation können aber auch – gerade in Altbauten – knarrende Laufgeräusche und die übermässige Lärmübertragung in andere Räume oder Wohnungen sein. Ein weiterer häufiger Grund für eine Bodenrenovation ist die Nutzungsänderung eines Raumes. Wird beispielsweise aus einem kleinen Raum ein Badezimmer, muss der Teppich oder Parkettboden gegen einen wasserfesteren Belag ausgetauscht werden.

Aktuelle Standards

Bodenaufbau in massiven Gebäuden

  • Betondecke
  • Trittschallisolation
  • Unterlagsboden (Zementbasis)
  • Bodenbelag (nach Wunsch)

Bodenaufbau in Holzbauten

  • Holzdecke massiv oder Balken mit Isolation dazwischen
  • Bodenplatte aus Holz
  • Schalldämmende Schüttung
  • Schwimmend verlegte Holzplatte
  • Bodenbelag (nach Wunsch)

Bodenbeläge im Wohn- und Esszimmer

  • Parkettböden geölt oder versiegelt
  • Grossformatige Platten aus Natur oder Kunststein
  • Laminat
  • Linoleum

Bodenbeläge im Schlaf- und Kinderzimmer

  • Parkettböden geölt oder versiegelt
  • Laminat
  • Teppich
  • Linoleum

Bodenbeläge im Bad und WC

  • Plattenböden
  • Kunststoffböden (PVC)
  • Kautschuk

Bodenbeläge in der Küche

  • Grossformatige Platten aus Natur oder Kunststein
  • Parkettböden geölt oder versiegelt
  • Kunststoffböden (PVC)

Bodenbeläge im Korridor und Eingangsbereich

  • Grossformatige Platten aus Natur oder Kunststein
  • Parkettböden geölt oder versiegelt
  • Kunststoffböden (PVC)

Typische Probleme und Lösungen

Die Bodenbeläge gefallen nicht mehr.

  • $$$ – Der alte Belag wird herausgerissen und durch einen neuen ersetzt
  • $ – Der neue Boden wird über dem alten Belag verlegt. Achtung: Oft müssen die Türen gekürzt werden, damit sie sich noch öffnen lassen, was die Kosten wieder in die Höhe treibt.

Die Bodenbeläge sind abgenutzt oder beschädigt.

  • $$$ – Ausbau und Ersatz durch einen neuen Belag
  • $ – Ausbessern, Reinigen und Auffrischen des bestehenden Belags; gut machbar bei massiven Parkettböden (abschleifen, ausbessern und neu ölen oder versiegeln) sowie Plattenböden aus Natur- oder Kunststein (reinigen, beschädigte Platten austauschen, Fugen ausbessern).

Die Böden knarren.

  • $$$ – Der bestehende Boden wird herausgerissen, die ganze Unterkonstruktion von Fachleuten neu aufgebaut und der alte oder ein neuer Bodenbelag darüber verlegt.
  • $ – Auf dem bestehenden Boden wird eine Zwischenschicht und darauf ein neuer Bodenbelag verlegt. Achtung: Oft müssen die Türen gekürzt werden, damit sie sich noch öffnen lassen.

Laufgeräusche und Lärm werden in andere Räume übertragen.

  • $$$ – Der bestehende Boden wird herausgerissen, die Hohlräume mit Isolationsmaterial gefüllt, eine neue Unterkonstruktion wird aufgebaut und der alte oder ein neuer Bodenbelag darüber verlegt.
  • $ – Auf dem bestehenden Boden wird eine möglichst dicke Zwischenschicht und darauf ein neuer Bodenbelag verlegt. Diese Lösung ist nur in hohen Räumen möglich, schafft meist Probleme beim Übergang zu Nachbarräumen und erfordert Anpassungen an den Türen.

Die Nutzung eines Raumes ändert sich und der vorhandene Boden passt nicht dazu.

  • $$$ – Der alte Belag wird herausgerissen und durch einen neuen ersetzt.
  • $ – Der neue Boden wird über dem alten Belag verlegt und die Türen werden wenn nötig gekürzt.

Diese Profis helfen Ihnen

  • Parkettleger für Holz- und Laminatböden sowie für Schallisolation bei alten Holzbalkendecken
  • Plattenlegerin für Kunst- oder Natursteinböden
  • Bodenleger für Teppich-, Kunststoff und Linoleumböden
  • Reinigungsunternehmen für Tiefenreinigung von Teppich- und Steinböden
  • Spezialistin für Unterlagsböden für Schallisolation bei alten Holzbalkendecken und in einer Eigentumswohnung

Schnittstellen mit anderen Arbeiten

  • Beim Austausch von Bodenbelägen werden auch die Schutzleisten entlang der Wand entfernt. Es kann sich lohnen, vor dem Wiederanbringen der Leisten gleich noch die Wände zu streichen.
  • Beim Austausch von Plattenbelägen wird oft die angrenzende Wand beschädigt. Diese muss entweder ausgebessert werden oder Sie lassen die Oberfläche im gleichen Zug komplett erneuern.
  • Klären Sie vor dem Austausch der Beläge ab, ob Leitungen im Boden verlaufen. Falls diese ihre Lebensdauer erreicht haben, sollten Sie sie austauschen lassen, bevor der neue Bodenbelag verlegt wird.
  • Wenn Sie ein altes Haus mit Holzbalkendecken besitzen, sollten Sie vor dem Tausch von Bodenbelägen überlegen, ob nicht auch eine Schallisolation wünschenswert wäre.
  • Je nach Alter der Einrichtungen ist in Küchen und Bädern eine komplette Erneuerung oft sinnvoller als nur der Austausch des Bodens.
  • Kaufen Sie genügend Reservematerial, damit Sie später problemlos einzelne kaputte Platten oder Parkettstücke ersetzen können.

Daran sollten Sie unbedingt denken!!!

Altlasten: Alte Kunststoffböden aus PVC sind auf der Rückseite teilweise mit Asbestfasern verstärkt, die Krebs verursachen können. Besonders betroffen sind Böden aus der Zeit vor 1980. Sicherheit schafft die Untersuchung einer Bodenprobe durch ein spezialisiertes Labor. Ist der Boden belastet, darf er nur von Fachleuten und unter Schutzvorkehrungen ausgebaut werden.

Materialmuster: Lassen sie sich beim Aussuchen der Bodenbeläge grossflächige Muster mitgeben und beurteilen Sie diese zu Hause bei Tages- und Kunstlicht. Um einen Eindruck zu bekommen, wie ein ganzer Raum mit dem gewünschten Belag aussieht, lohnt es sich, ein Referenzobjekt zu besichtigen.

Verschmutzung: Testen Sie bei Bodenbelägen für heikle Räume wie Küche oder Bad an einem Muster, wie schnell sie verschmutzen und wie gut sie sich wieder reinigen lassen.

Lärmisolation: Die Dämmung gegen Laufgeräusche und Lärm ist aufwändig und teuer. Wägen Sie deshalb gut ab, ob sich die Investition lohnt. Insbesondere wenn es nur um Lärm innerhalb Ihrer eigenen Wohnung oder Ihres Hauses geht.

Ökologie: Prüfen Sie immer, ob die bestehenden Böden nicht ausgebessert oder gereinigt werden können. Das ist meist ökologischer als ein Austausch.

Qualität: Ziehen Sie dauerhafte Materialien, die sich gut ausbessern, auffrischen und reinigen lassen, den günstigen, kurzlebigen Varianten vor. Laminat- oder PVCBöden beispielsweise lassen sich in der Regel nicht ausbessern, sondern nur ersetzen; bei Parkett- und Plattenböden ist ein teilweiser Austausch oder eine Auffrischung hingegen möglich.

Grenzen: Wo zwei Böden aneinander grenzen, können unschöne Übergänge entstehen. Beispielsweise weil der neue Boden höher ist als der alte. Klären Sie solche Details im Voraus ab und überlegen Sie, ob Sie nicht gleich den Boden in mehreren Räumen austauschen wollen. Oft kommt dies günstiger, als wenn die Arbeit auf mehrere Etappen verteilt wird.

Stockwerkeigentum: Wenn Sie eine Eigentumswohnung besitzen und die bestehenden Teppich- gegen Parkett-, Platten- oder Laminatböden austauschen wollen, sollten Sie unbedingt prüfen, ob die vorhandene Trittschallisolation ausreicht. Denn harte Böden verursachen mehr Lärm als weiche und die Trittgeräusche könnten die unter Ihnen wohnenden Nachbarn stören. Ist die Belästigung gross, können die Nachbarn sogar eine nachträgliche Schallisolation durchsetzen. Ziehen Sie im Zweifelsfall Fachleute bei.

Hier finden Sie weitere Informationen: