Metallbauer: Beruf und Branche anhand von 4 Punkten erklärt

Metallbauer sind Spezialisten, die auf fast jeder Baustelle eingesetzt werden. Lesen Sie hier alles Wissenswerte übersichtlich in vier Punkten aufgeführt.

Ein grosser Teil der Schweizer Betriebe sind Metallbauer. Auf fast jeder Baustelle haben die Berufsmänner der verschiedenen Branchenzweige zu tun. Der Beruf hat sich seit den Zeiten von Schlosser und Schmied stark gewandelt.

Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick und erklärt die Branche. Danach wissen Sie, welcher Metallbauer für welche Arbeiten zuständig ist.

Falls Sie Handwerker für Metallarbeiten suchen, können Sie hier ausserdem nachlesen, wo Sie Offerten von verschiedenen Metallbauern finden können.

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Die Metallbaubranche

Das Berufsfeld der Metallbauer ist grundsätzlich in drei Qualifikationsstufen aufgeteilt.

1. Metallbaupraktiker

Metallbaupraktiker beherrschen die grundlegenden Metallbearbeitungstechniken und die entsprechenden Maschinen wie:

  • Biegemaschinen
  • Stanzmaschinen
  • Klinkmaschinen
  • Bohrmaschinen
  • Sägemaschinen

Die Ausbildung zum Metallbaupraktiker dauert zwei Jahre und endet mit dem Abschluss des eidgenössischen Berufsattests (EBA). Danach können sie einfache Tätigkeiten selbstständig erledigen und Metallbauer im Betrieb und auf der Baustelle unterstützen.

Anschliessend an ihre Ausbildung ist es für Metallbaupraktiker möglich, eine verkürzte Grundbildung zum Metallbauer anzufangen.

2. Metallbauer

Metallbauer sind Fachleute für die verschiedensten Konstruktionen aus Metall. Ihre Ausbildung dauert vier Jahre, in denen sie das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) erwerben. Während ihrer Ausbildung spezialisieren sich die Metallbauer auf eine der drei Fachrichtungen:

  • Metallbau
  • Stahlbau
  • Schmiedearbeiten

Im Metallbau stellen die Metallbauer allerlei Gegenstände aus Metall her, zum Beispiel:

  • Türen
  • Fenster
  • Wintergärten
  • Fassaden
  • Treppen
  • Balkone
  • Vordächer
  • Maschinengehäuse

Sie setzen dazu sowohl computergesteuerte Maschinen als auch Handwerkzeuge ein.

Im Stahlbau stellen die Metallbauer grosse Tragkonstruktionen her, wie zum Beispiel:

  • Streben für Brücken und Hallen
  • Stahlträger aller Art

Die Herstellung der Träger findet in Montagehallen statt. Auf der Baustelle werden die Stahlkonstruktionen oft in grosser Höhe millimetergenau platziert und verschweisst. Trotz der Grösse der Bauteile ist exaktes Arbeiten unerlässlich.

In der Schmiedearbeit fertigen und reparieren die Metallbauer verschiedene Geräte aus Metall, wie zum Beispiel:

  • Transportgeräte
  • Förderanlagen
  • Werkzeuge
  • Kunstschmiedearbeiten

Sie sind auf Schmiede- und Wärmebehandlungstechniken spezialisiert. Das heisst, dass sie oft noch ganz klassisch mit einer Esse arbeiten und die Werkstücke glühend von Hand oder in einer Schmiedemaschine bearbeiten.

Alle Metallbauer sind auch dazu in der Lage, mit anderen Materialien zu arbeiten. So bestücken sie ihre Bauteile zum Beispiel mit Glas oder mit Kunststoffteilen wie Dichtungen.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema "Metallbauer gesucht".

3. Metallbaukonstrukteur

Die Ausbildung zum Metallbaukonstrukteur dauert vier Jahre und endet mit dem Erwerb des EFZ. Sie bearbeiten Projekte der Metallbaubranche konstruktiv, zeichnerisch und organisatorisch. Sie zeichnen Pläne auf Basis der Wünsche von Architekten, Ingenieuren und Kunden.

Zu ihren Projekten gehören:

  • Tragekonstruktionen für Fabriken
  • Fussballstadien
  • Hochhäuser
  • Metall-, Glas- und Spezialfassaden
  • Fenster, Türen, Tore

Metallbaukonstrukteure erstellen Unterlagen für alle Phasen eines Bauprojekts. Sie führen Berechnungen durch und erstellen die Pläne.

Dazu benutzen sie Berechnungs- und Designprogramme. Die Metallbaukonstrukteure stehen in enger Absprache mit verschiedenem Fachpersonal und koordinieren ein Bauprojekt auf der Baustelle und vom Büro aus.

Metallbauer und Metallbaukonstrukteure können Zusatzlehren im jeweils anderen Fachbereich machen und den eidgenössischen Fachausweis erwerben.

Die Weiterbildung zum Meister oder die Ausbildung zum diplomierten Techniker, bis hin zum Studium als Bauingenieur stehen beiden bei entsprechenden Leistungen offen.

Nach diesen Informationen über die Qualifikation der verschiedenen Metallbauer finden Sie nun weitere Hintergrundinformationen zur Lage der Branche.

4. Die Lage der Branche

Die Löhne der Metallbaubranche sind hierzulande deutlich höher als zum Beispiel in Deutschland und Österreich. Ein Metallbauer in der Schweiz verdient im Schnitt CHF 64‘225.- pro Jahr. Ein deutscher Metallbauer verdient dagegen CHF 31‘457.-

Auch deshalb hat sich der Wettbewerb seit der Entkopplung des Mindestkurses des Frankens vom Euro verstärkt. Metallbauer aus Österreich und Deutschland können auf dem Schweizer Markt günstiger arbeiten. Die Lage der Branche ist trotzdem gut, die Baukonjunktur ist nur marginal rückläufig.

Zahlen und Fakten

Die Metallbaubranche ist ein wichtiger Zweig der Schweizer Wirtschaft und machte 2015 einen Umsatz von knapp CHF 3‘240‘000‘000.-

15‘770 Menschen sind zur Zeit in der Branche angestellt. Dazu kommen rund 2‘600 Auszubildende, davon

  • 205 Metallbaupraktiker
  • 355 Metallbaukonstrukteure
  • 2‘050 Metallbauer

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