Der Umzug in ein neues Haus oder eine neue Wohnung, aber auch der Wechsel des Festnetz-Anbieters bringt so manche Überraschung mit sich. Zu den häufigen Überraschungen zählt die UP-Klemmennummer.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die UP-Klemmennummer wissen müssen. Ausserdem erklären wir Ihnen, warum Sie auf besser gleich einen Elektriker beauftragen, sobald es um UP-Klemmennummer & Co. geht. 

Oder wissen Sie bereits, was zu tun ist? Dann können Sie Ihr Projekt jetzt unverbindlich ausschreiben und schnellstmöglich Offerten von bewerteten Handwerkern vergleichen.

Wann brauchen Sie die UP-Klemmennummer?

Die UP-Klemmennummer ist eine von diesen Nummern, die Sie nur selten brauchen. Folglich ist es auch kein Wunder, wenn sich Ihre Stirm beim Begriff “UP-Klemmennummer” in Falten legt.

Sie brauchen die UP-Klemmennummer bei Festnetzanbieter-Wechseln von Swisscom zu Sunrise, also immer dann, wenn es um den individuellen Internet- oder Telefonanschluss in Ihrem Haus oder in Ihrer Wohnung  geht.

Ein weiterer Fall, indem Sie die UP-Klemmennummer brauchen werden, ist der Neuanschluss bei einer neuen Wohnung oder einem neuen Haus.

Die Zentralen Verteilkästen

Dass wir in einer durch und durch vernetzten Welt leben, wird uns Laien selten so eindrücklich vor Augen geführt, wie wenn wir im Keller vor dem Zentralen Verteilerkasten stehen. 

Die Zentralen Verteilerkästen sind Grenze zwischen den Kabeln der Swisscom und Ihren persönlichen Datenanschlüssen, zum Beispiel von Sunrise (dieses Verbindungsstück nennt man auch “letzte Meile”). 

In den Zentralen Verteilerkästen, auch UP-Kasten genannt, werden also alle Anschlüsse, die Ihr Haus oder Ihre Wohnung mit der Datenwelt verbinden (Telefon und Internet) gebündelt. 

Die riesige Menge Kabel und Steckverbindungen, die Sie dort antreffen, schreit Sie förmlich an: “Lassen Sie die Finger von mir und bestellen Sie einen Fernmelde-Profi, sobald Sie hier etwas anpassen wollen.”

Die UP-Klemmennummer

Weniger dramatisch ausgedrückt: Die UP-Klemmennummer dient dazu, Ihren individuellen Anschluss unter der riesigen Menge von Steckern und Kabeln im Zentralen Verteilkasten zu finden. 

Es handelt sich um eine unverwechselbare Identifikationsnummer im Zentralen Verteilkasten Ihres Wohngebäudes.

In einem gewissen Sinn ist die UP-Klemmennummer die persönliche Adresse Ihres Datenanschlusses im Zentralen Verteilkasten.

Was tun Zentrale Verteilkästen?

Die Zentralen Verteilerkästen splitten die riesige Informationsmenge des Hausanschlusskabels auf und stellen diese für die Feinverteilung zwischen den verschiedenen Wohneinheiten zur Verfügung.  

Dazu nötig sind durchnummerierte Klemmen, wovon jede für einen einzelnen Unteranschluss steht – eben beispielsweise für Ihre Wohnung im Mehrfamilienhaus.

Erst, wenn Sie Ihre persönliche UP-Klemmennummer kennen, können Sie Änderungen an Ihrem persönlichen Anschluss vornehmen lassen.

Was heisst “UP-Klemmennumer”?

“UP” steht für “Überführungspunkt” und bezeichnet den Endpunkt Ihres persönlichen Netzanschlusses und dessen Übergang in die von der Swisscom zur Verfügung gestellte letzte Meile. 

In der Schweiz gehören die herkömmlichen Kupferkabel der Festnetze der Swisscom, also dem ehemaligen staatlichen Monopolisten. Doch auch Anbieter wie Sunrise greifen auf die letzte Meile zu, um Dienstleistungen in Ihre vier Wände zu bringen. 

Die Swisscom vermietet Anteile ihrer Kabel an andere Netzbetreiber, da ja nicht jeder einzelne Anbieter seine eigenen, separaten Hausanschlüsse verlegen kann.

Wann brauchen Sie die UP-Klemmnummer?

Für Sie als Konsument ist die UP-Klemmennumer nur dann wichtig, wenn Sie einen neuen Telefon- oder Internetanschluss verlegen lassen oder Ihren Anbieter wechseln wollen. 

Aber auch wenn Sie in ein neues Eigenheim ziehen, werden Sie diese Nummer brauchen, um Telefon- und Internetanschluss verlegen lassen zu können. 

Was kann ich selber tun?

Wenn Sie die UP-Klemmennummer kennen, könnten Sie theoretisch zum Spezialwerkzeug greifen und den Neuanschluss oder Wechsel des Netzanbieters selbst erledigen. 

Von Do It Yourself ist aber wie bereits gesagt bis auf sehr wenige Ausnahmen (etwa: wenn Sie Fernmeldetechniker sind) sehr dringend abzuraten. Und wenn Sie Fernmeldetechniker wären, würden Sie diesen Text nicht lesen.

Ziehen Sie also besser von Anfang an einen erfahrenen Elektriker oder Fernmeldetechniker hinzu. Möglicherweise kann Ihnen ja auch Ihr Netzanbieter einen solchen vermitteln. Oft haben die Netzanbieter eine Liste mit zertifizierten Technikern. 

Vorteile von Profis

Der Gang zum Profi ist bei allen Arbeiten an der Haus- oder Wohnungs-Elektrik sowieso immer das Beste. Begnügen Sie sich mit dem Ermitteln Ihrer individuellen UP-Klemmennummer und überlassen Sie den Rest einem zertifizierten Profi. 

So sparen Sie sich richtig viel Zeit und Ärger und Sie können sicher sein, dass der Anschluss richtig verlegt wird. Zertifizierte Fernmeldetechniker oder entsprechend weitergebildete Elektriker testen die Installation auch gleich auf Herz und Nieren, damit Sie sicher sein können, das alles funktioniert.

Kein Do It Yourself!

Schon kleine Fehler in der Verkabelung des Zentralen Verteilers lösen grosse Folgen aus, die am Ende aufwändige Fehlersuchen und Reparaturen durch den Profi nach sich ziehen. 

Ganz zu schweigen davon, dass allenfalls auch andere Bewohner Ihres Mehrfamilienhauses von Ihrem zu couragierten Do It Yourself negativ betroffen sein könnten.

Checkliste für Ihre Offertanfrage

Mit ein paar Kontrollfragen gelangen Sie zur perfekten Offertanfrage. Bedenken Sie: je genauer die Offertanfrage, desto genauer und seriöser kann der angefragte Fernmelde-Profi Ihnen ein Angebot machen, das zu Ihrem Projekt passt.

  • Wie lautet Ihre UP-Klemmennummer? Schauen Sie in den technischen Unterlagen Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses nach. Sollten Sie diese wichtige Angabe nicht finden, kontaktieren Sie Ihre Vermietung.
     
  • Definieren Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse ganz genau (geht es um einen Anbieterwechsel von Swisscom zu Sunrise? Oder handelt es sich bei Ihrem Projekt um den Neuanschluss einer Wohnung oder eines Hauses?)
     
  • Fügen Sie der Offertanfrage Fotos vom Zentralen Verteilerkasten bei. 
     
  • Falls Sie diese haben, können Sie auch gleich die detaillierten technischen Schaltpläne der Installation beifügen. Auch das hilft den offerierenden Profis bei der Arbeit. 
     
  • Wollen Sie nebst dem Anschluss an die letzte Meile auch gleich noch eine Feinverteilung des Signals in Ihren eigenen vier Wänden machen lassen? Dies kann durch Signalverstärker geschehen, die der Fernmeldetechniker bei dieser Gelegenheit ja auch gleich installieren und konfigurieren könnte.
     
  • Erwähnen Sie in der Offertanfrage unbedingt alle weiteren möglichen offenen Fragen, die Sie vom Elektro-Profi geklärt bekommen wollen.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Die meisten Elektriker oder Fernmeldetechniker verrechnen Ihre Dienste im Stundenansatz. Dieser liegt durchschnittlich zwischen CHF 70.- und CHF 90.-, abhängig von Zertifikaten, Berufserfahrungen und Weiterbildungen.

Weiter müssen Sie den Anfahrtsweg des beauftragten Profis budgetieren. Da der Weg oft auf Grundlage des Stundenansatzes verrechnet wird, lohnt es sich, lokale Profis zu bevorzugen. Sie können aber auch nach einer Wegpauschale fragen.

Die Materialkosten variieren aufgrund der Grösse und Komplexität Ihres Projekts sehr stark und können nicht verallgemeinert werden.

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Mit renovero zum UP-Klemmennummer-Profi

Nach dieser Lektüre ist die UP-Klemmennummer kein Buch mit sieben Siegeln mehr für Sie. Denn nun wissen Sie alles, was Sie über diese ominöse Nummer wissen müssen. Schreiben Sie Ihr Projekt also noch heute aus und erhalten Sie Offerten von verschiedenen Handwerkern. 

Es lohnt sich, verschiedene Offerten zu vergleichen.  Zögern Sie bei offenen Fragen nicht, eine Vorabberatung durch den Handwerker anzufragen. Seriöse Anbieter nehmen sich immer Zeit dafür. 

Im Bewertungssystem können Sie die Erfahrungen früherer Auftraggeber einsehen. So finden Sie im Nu das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Zu guter Letzt: lassen Sie andere von Ihren Erfahrungen profitieren, indem Sie den Handwerker ebenfalls bewerten.