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Gut zu wissen  | 6 Juni 2026
Autor:   Renovero team

Infrarotheizung und Elektroheizung im Vergleich

Elektrische Heizsysteme erzeugen Wärme direkt aus Strom. Sie werden überwiegend als Zusatzheizung für besonders kalte Tage oder als Wärmequelle für einzelne Räume genutzt. Interessant sind sie vor allem für Neubauten oder gut gedämmte Gebäude mit geringem Heizwärmebedarf. Mehr Vorteile bietet in der Regel eine Infrarotheizung, da sie im Gegensatz zu klassischen Elektroheizungen nicht die Luft, sondern Oberflächen direkt erwärmt. Das spart Energie und senkt die laufenden Kosten fürs Heizen.

Infrarotheizung
Welche elektrische Heizlösung sich für Ihre Zwecke eignet, hängt vom genauen Einsatzbereich, Ihrem Wärmeempfinden und dem zu erwartenden Stromverbrauch ab. Am besten lassen Sie sich von einem Heizungsbetrieb beraten. Unternehmen aus Ihrer Region finden Sie schnell und einfach über renovero, denn unsere Vergleichsplattform ermöglicht Ihnen einen direkten Vergleich verschiedener Anbieter.


Was ist der Unterschied zwischen Infrarotheizung und Elektroheizung?


Klassische Elektroheizungen erwärmen die Luft im Raum entweder passiv durch natürliche Konvektion (z. B. Radiatoren, Konvektoren) oder aktiv durch erzwungene Konvektion (Heizlüfter mit Gebläse). Infrarotheizungen erzeugen Strahlungswärme, indem sie elektrische Energie in Infrarotstrahlen umwandeln. Trifft die Wärmestrahlung auf einen festen Körper, wird sie absorbiert und in Wärme umgewandelt.

Wie fällt der Vergleich von Infrarot- und Elektroheizung bei Zugluft und Luftqualität aus?


Konvektionswärme lässt durch hohe Heizlufttemperaturen, eine ungleichmässige Warmluft-Kaltluft-Verteilung und Luftbewegungen ein eher unangenehmes Raumklima entstehen. Beim Öffnen von Fenstern und Türen entweicht die warme Luft, sodass eine Konvektionsheizung immer wieder neue Wärme erzeugen muss. Bei einer Infrarotheizung bleibt die Strahlungswärme in den Wänden und Möbeln gespeichert – ideal für das Raumklima. Dadurch geht selbst beim Lüften kaum Energie verloren. Meist reicht eine niedrigere Raumtemperatur aus, weil die Wärme als intensiver empfunden wird.

Auch bei der Luftqualität gibt es Unterschiede. Eine Konvektionsheizung lässt die Luft austrocknen. Zugleich sorgen ständige Luftverwirbelungen für eine permanente Verteilung von Staubpartikeln im Raum. Eine Infrarotheizung wirkt sich kaum auf die Luftbewegung und die Luftfeuchtigkeit aus. Die Luft bleibt somit frisch und staubfrei.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften und Anwendungsfelder gängiger Elektroheizungen im Überblick?


  • Infrarotheizung: Strahlungswärme für angenehme Wärme in Wohnräumen, allerdings stromabhängig
  • Radiator: Konvektions- und Speicherwärme mit langer Wärmenachgabe, aber schwer, unhandlich und mit hohem Stromverbrauch
  • Konvektor: Konvektionswärme mit einfacher Nutzung, führt aber zu trockener Luft und hohem Stromverbrauch
  • Heizlüfter: warmer Luftstrom für schnelle Wärme, aber ebenfalls sehr hoher Stromverbrauch
  • Nachtspeicherheizung: Speicherwärme für ältere Gebäude, zeitversetzte Stromaufnahme möglich, dafür hoher Platzbedarf

Technisch gesehen gehören Konvektoren, Heizlüfter und Infrarotpaneele zur Gruppe der Direktheizungen, da sie elektrische Energie unmittelbar in Wärme umwandeln. Davon abzugrenzen sind sogenannte Flächenspeicherheizungen, die Speichermedien nutzen, um die Wärme länger zu halten. Hierzu zählen Radiatoren und Nachtspeicherheizungen. Letztere gelten mittlerweile als unwirtschaftlich, da Nachtstromtarife kaum noch günstiger sind als normaler Haushaltsstrom. Es ist aber möglich, sie auf Tag-Ladung umzurüsten und kostenlosen Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage zum Heizen einzuspeichern.

Wie effizient sind Infrarotheizungen und Elektroheizungen?


Die Effizienz elektrischer Heizungen hängt vorrangig vom Gebäude (vor allem Dämmung und Raumhöhe) und dem individuellen Nutzerverhalten ab. Für jede Art von Elektroheizung gilt, dass eine Kilowattstunde Strom in eine Kilowattstunde Wärme umgewandelt wird. Hinsichtlich der reinen Energieumwandlung gibt es also keine effizientere oder schlechtere Stromheizung. Der Unterschied besteht in der Wärmeverteilung. Diesbezüglich schneidet die Infrarotheizung am besten ab. Ökologisch hängt die Effizienz davon ab, ob Sie Ökostrom oder fossilen Strom einspeisen.

Was bedeutet Stromverbrauch und Heizleistung?


Der Stromverbrauch besagt, wie viel Energie eine Heizung über Zeit aus dem Netz zieht. Die Heizleistung gibt an, wie viel Wärme sie innerhalb einer Sekunde erzeugen kann. Bei einer Heizung mit 3 kW (3.000 Watt) sind das 3 Kilojoule Wärme pro Sekunde. Welche Heizleistung Sie tatsächlich benötigen, hängt vom Wärmebedarf pro Quadratmeter ab.

Wie berechnen sich Energieverbrauch und Betriebskosten?


Der Energieverbrauch ist die reine Menge an Energie, die Sie verbrauchen, um Wärmeverluste auszugleichen. Die Betriebskosten sind das Geld in Euro, das Sie monatlich für das Heizen bezahlen. Bei elektrischen Heizungen sind diese Kosten im Dauerbetrieb vier- bis fünfmal höher als bei einer Wärmepumpe.

Wie plane ich meine Infrarotheizung richtig?


Wie effizient eine elektrische Heizung letztlich arbeitet, hängt von der richtigen Vorausplanung ab. Die folgende Anleitung kann Ihnen bei der Dimensionierung helfen:

  1. Berechnen Sie die Raumgrösse.
  2. Prüfen Sie den Dämmstandard.
  3. Legen Sie die gewünschte Temperatur fest.
  4. Ermitteln Sie die nötige Heizleistung.
  5. Vergleichen Sie den Stromverbrauch und wählen Sie die Elektroheizung, die über die geplante Nutzungsdauer die günstigste Kombination aus Anschaffung (einmalig) und Betriebskosten (laufend) bietet.

Ebenfalls zu empfehlen ist ein direkter Vergleich mit der Wärmepumpe. Nur so finden Sie heraus, ob die vermeintlich teurere Variante am Ende nicht doch die günstigere ist.

Für welche Räume und Gebäude eignen sich Infrarotheizungen?


Infrarotheizungen eignen sich besonders für einzelne Räume oder gut gedämmte Gebäude, weniger in nicht gedämmten Altbauten bzw. bei nicht gedämmten Aussenwänden. Unter anderem kann eine Infrarotheizung hier zum Einsatz kommen:

  • Badezimmer
  • Gäste-Toiletten
  • Homeoffice
  • Hobbykeller
  • Ferienwohnung
  • Neubauten

Zu unterscheiden ist zwischen der Nutzung als Hauptheizung oder als Zusatzheizung. Die Hauptheizung deckt den gesamten Wärmebedarf eines Gebäudes ab und läuft den ganzen Winter über im Dauerbetrieb. Das funktioniert mit einer Elektroheizung wie der Infrarotheizung nur, wenn der Wärmebedarf maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr beträgt. Eine Zusatzheizung wird dagegen nur zeitweise eingeschaltet, um einen Raum über die Wärmestrahlung kurzfristig zu erwärmen, während der Hauptwärmebedarf über ein anderes Heizsystem, beispielsweise eine Wärmepumpe, gedeckt wird.

In Altbauten kann eine Infrarotheizung als Teil einer  Hybrid-Heizung sinnvoll sein, um im Winter extreme Kältespitzen zu überbrücken. Anstatt für wenige Tage im Jahr eine überdimensionierte Wärmepumpe zu kaufen, greifen Sie zu einem etwas kleineren und kostengünstigeren Gerät und schalten im Bedarfsfall Infrarot-Heizkörper zu, um durch deren Strahlung punktuell Wärme zu erzeugen. Für einen effektiven Betrieb der Infrarotheizungen sollten Sie diese Platzierungshinweise beherzigen:

  • Niemals die Infrarotpaneele hinter Möbeln, Vorhängen oder Türen verstecken
  • Die Heizpaneele nicht auf Glasscheiben oder ungedämmte Aussenwände strahlen lassen.
  • Die Infrarotstrahlung gezielt auf Aufenthaltsbereiche (z. B. Couch, Esstisch, Schreibtisch) ausrichten.
  • Grosse Räume und solche mit vielen Aussenwänden lieber durch mehrere kleine Heizkörper statt durch einen grossen erwärmen.

Sie suchen Unterstützung bei der Wahl der passenden Heizlösung für Neu- und Altbauten? Schreiben Sie eine Offertanfrage über renovero und holen Sie Angebote von Betrieben aus Ihrer Region ein.


Welche Kosten, Vor- und Nachteile haben elektrische Heizungen?


Elektroheizungen punkten mit niedrigen Anschaffungskosten, können aber bei häufigem Einsatz hohe Betriebskosten verursachen. Während der finanzielle Aufwand für die Anschaffung einmalig anfällt, entstehen die eigentlichen Kosten erst im laufenden Betrieb. Je nach Leistung und Nutzungsdauer kann der Stromverbrauch erheblich zu Buche schlagen.

Alle Vorteile elektrischer Heizungen auf einen Blick:

  • niedriger Kaufpreis
  • einfache Installation
  • schnelle Einsatzbereitschaft
  • geringer Wartungsaufwand

Dem gegenüber stehen diese Nachteile:

  • Stromabhängigkeit
  • mögliche hohe Betriebskosten
  • begrenzt geeignet für grosse Gebäude

Eine Infrarotheizung kann helfen, die Betriebskosten im Rahmen zu halten. Sie bietet eine höhere Effizienz, da sie Wärmestrahlung genau dort erzeugt, wo sie benötigt wird. Ineffizient wird sie beispielsweise in schlecht gedämmten Räumen mit vielen Aussenwänden.

Die Umweltbilanz einer Elektroheizung hängt weniger vom Gerät selbst ab als vom Strommix. Nutzen Sie überwiegend Ökostrom, ist die CO₂‑Bilanz vergleichsweise gut. Bei einem hohen Anteil fossiler Energie steigen die indirekten Emissionen entsprechend an.

Wichtig: Die Kosten für eine Elektro- oder Infrarotheizung als Zusatz- oder Hauptheizung müssen Sie komplett selbst tragen. Fördermittel sind in der Schweiz ausschliesslich für effizientere Heizlösungen wie die Wärmepumpen vorgesehen.

Welche Sicherheits- und Installationsaspekte sind wichtig?


Moderne Infrarotheizungen gelten bei korrekter Installation als sicher. Die meisten Heizpaneele verfügen über einen integrierten Überhitzungsschutz. Unterschieden werden mobile Geräte, die Sie beliebig aufstellen können, und fest installierte Heizsysteme bzw. Standgeräte. Standgeräte bieten den Vorteil, dass Kontakt- und Kippunfälle ausgeschlossen sind. Zugleich sorgt eine fachgerechte Wand- und Deckenmontage der Heizpaneele für eine optimale Ausrichtung der Wärmestrahlung. Die Wand oder Decke wird nicht heiss, weil die Heizdrähte in dieser Richtung abgeschirmt sind. Brandgefahr besteht vor allem bei falscher Nutzung, etwa wenn leicht entflammbare Gegenstände zu nah platziert werden.

Obwohl eine Infrarotheizung deutlich einfacher zu installieren ist als eine Wärmepumpe, ist es ratsam, kompetente Unterstützung einzubeziehen. So stellen Sie sicher, dass die Infrarotpaneele das Raumklima effektiv beeinflussen, alle sicherheitsrelevanten Vorgaben eingehalten werden und das Gerät ordnungsgemäss funktioniert.

Mit renovero schnell zur eigenen Infrarotheizung


Holen Sie sich jetzt mehrere unverbindliche Angebote ein und lassen Sie prüfen, welche Stromheizung mit Infrarot sich am besten als Zusatz- oder Hauptheizung für Ihr Gebäude eignet. Über renovero finden Sie passende Betriebe in der ganzen Schweiz, die Sie individuell beraten und Ihre individuelle Heizlösung planen und installieren. Damit ist ein optimaler Einsatz der Heizpaneele mit einem möglichst geringen Verbrauch an elektrischer Energie sichergestellt.


FAQ


Eignet sich eine Infrarotheizung für Allergiker?


Ja, sie eignet sich hervorragend, denn im Gegensatz zu herkömmlichen Konvektionsheizungen wirbelt sie die Raumluft nicht auf. Das reduziert die Belastung durch Staub, Pollen und Milben deutlich.

Wie schnell erzeugt eine Infrarotheizung Wärme?


Die Strahlungswärme ist in gut gedämmten Räumen bereits nach wenigen Minuten wahrnehmbar. Die genaue Aufheizzeit hängt von der Raumgrösse und der Leistung der Heizung ab.

Können Infrarotheizungen mit Smart-Home-Systemen kombiniert werden?


Infrarotheizungen lassen sich problemlos einbinden und dann per App, Sprachsteuerung oder smarte Thermostate steuern.

Quellen:


[1] https://www.baunetzwissen.de/heizung/fachwissen/heizflaechen/elektroheizungen-161216

[2] https://www.wohnnet.at/ratgeber/infrarotheizung-funktionsweise-und-prinzip-erklaert

[3] https://www.wohnnet.at/ratgeber/strahlungswaerme-versus-konvektionswaerme-welche-wirkt-besser

[4] https://www.adac.de/rund-ums-haus/energie/versorgung/elektroheizung-typen-vergleich-kosten/

[5] https://www.wissenschaft.de/technik-digitales/infrarotheizung-und-waermepumpe-im-vergleich/

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