Gebäudeanalyse

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Objektanalyse und Bedürfnisabklärung

Voraussetzung für eine erfolgreiche Renovation oder eine geglückte Erweiterung ist die Analyse des Gebäudes und der eigenen Bedürfnisse.

Die Schwierigkeit für Baulaien liegt darin zu erkennen, was an einem in die Jahre gekommenen Gebäude renoviert werden muss und was ohne weiteres noch ein paar Jahre belassen werden kann. Tabellen mit der Lebensdauer von Bauteilen liefern wichtige Anhaltspunkte. Doch wenn Sie herausfinden wollen, wie es um den Zustand Ihres Hauses tatsächlich steht, kommen Sie normalerweise nicht um eine ausführliche Gebäudeanalyse herum, bei der die Bausubstanz gründlich vom Fachmann inspiziert wird.

TIPP
Ein Sanierungskonzept sollte für einen möglichst langen Zeitraum ausgelegt sein. Die geplanten Massnahmen zur Reparatur oder Modernisierung eines Hauses dürfen nicht nur einen kurzfristigen Nutzen haben, sondern müssen auch in Zukunft Sinn machen. Dieses Ziel erreichen Sie am besten, wenn Sie kompetente Planer beiziehen.

Lebensdauer

Aufgrund ihrer beschränkten Lebensdauer müssen Materialien und Bauteile nach einer gewissen Zeit erneuert oder saniert werden. Wobei zu beachten ist, dass die vor Ort herrschenden Bedingungen wie Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen die Haltbarkeit der Materialien stark herabsetzen können. Ein Bauteil, das ständig der Witterung ausgesetzt ist, altert schneller als eines in einem geschützten Bereich. Die Richtwerte in der Lebensdauertabelle können deshalb nur als Orientierungshilfe dienen.

TIPP
Es lohnt sich, den Zustand des Hauses – insbesondere von Leitungen, Fenstern, Flach- und Steildächern – zu überwachen und regelmässig zu kontrollieren.

Beim Renovieren und Sanieren Ihres Eigenheims können Sie dann viel Geld sparen, wenn Sie es im Rahmen eines gut durchdachten, langfristigen Konzepts tun. Eine Sanierungsmassnahme sollte darum nie isoliert, sondern immer innerhalb eines solchen Gesamtkonzepts beurteilt und durchgeführt werden.

So analysieren Sie den baulichen Zustand

Um Ihr Eigenheim zuverlässig auf Schäden und Mängel zu untersuchen, ziehen Sie am besten eine Fachperson bei. Diese begutachtet die Bausubstanz vom Keller bis zum Dach und stellt Mängel fest. Ihre Aufgabe ist es ausserdem, die Ursachen eventueller Bauschäden abzuklären und vorzuschlagen, wie sie behoben und in Zukunft vermieden werden können.

Als erste Orientierungshilfe können Sie, bevor Sie einen Bauprofi mit der Analyse beauftragen, selbst den Zustand der einzelnen Bauteile beurteilen. Erstellen Sie dazu am Computer eine Tabelle nach dem Beispiel und tragen Sie Ihre Beobachtungen ein. So erhalten Sie einen Eindruck, was bei einer Renovation alles auf Sie zukommen könnte und ob das zur Verfügung stehende Budget ausreicht. Neben dem Augenschein vor Ort hilft Ihnen auch die Lebensdauertabelle. Steht der Renovationsbedarf fest, lohnt es sich, die Arbeiten nach der Dringlichkeit zu ordnen. Dabei gilt: Schäden, die weiteres Schadenspotenzial bergen, müssen sofort behoben werden. Rein optische Mängel hingegen können warten. Oft lässt sich der Umbau in Etappen einteilen, manchmal ist aber auch eine Gesamtsanierung sinnvoller.

TIPP
Um sicher zu gehen, dass Sie sich nicht in unnötige Kosten stürzen, sollten Sie bei aufwändigeren Renovations- oder Austauscharbeiten eine Zweitmeinung einholen, mehrere Firmen offerieren lassen oder sich an einen neutralen Bauherrenberater wenden.

Weiter führende Informationen und nützliche Tipps finden Sie in der Publikation „Umbauen, Renovieren, Erweitern“, Beobachter Ratgeber.