Wärmepumpe
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Wärmepumpe: Was Sie von Funktion bis Kosten wissen sollten

Wärmepumpen gelten als moderne und effiziente Heizsysteme. Damit die Nutzung wirklich sinnvoll ist, muss aber einiges berücksichtigt werden. Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei einer Wärmepumpe achten müssen.

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Tragen Sie sich gerade mit der Idee, in Ihrem Neubau eine Wärmepumpe einzusetzen oder Ihr altes Heizsystem auf eine solche umzustellen? Dann sollten Sie sich genau informieren, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Sie am Ende mit der Leistung zufrieden sind.


Wir erklären Ihnen in diesem Artikel die wichtigsten Punkte zum Thema Wärmepumpe und helfen Ihnen ausserdem, den passenden Fachmann für Beratung und Einbau zu finden.


Oder wissen Sie bereits, was zu tun ist? Dann können Sie Ihr Projekt jetzt unverbindlich ausschreiben und schnellstmöglich Offerten von bewerteten Handwerkern vergleichen:

So funktioniert eine Wärmepumpe

Grundsätzlich funktioniert die Wärmepumpe nach einem sehr einfachen Prinzip, nämlich genau umgekehrt wie ein Kühlschrank. Sie entzieht und leitet die Wärme aus der Umwelt dorthin, wo sie benötigt wird: in Ihr Haus.


Dort wird die Luft auf ein höheres Temperaturniveau gebracht, sodass sie im Anschluss nutzbar für die Heizung ist. In vielen Fällen genügt es, wenn die eingeleitete Wärme leicht über dem Gefrierpunkt liegt.


Das System funktioniert mithilfe eines Kältemittels, das sich in flüssigem Zustand im sogenannten Verdampfer befindet. Dieses Kältemittel nimmt die Wärme aus dem Erdboden auf und verdampft.


Das nun zu Gas gewandelte Kältemittel gelangt dann in den Kompressor, wo es verdichtet wird. Der dadurch verstärkte Druck erhöht gleichzeitig die Temperatur des Kältemittels.


Mit dieser erhöhten Temperatur gelangt das Kältemittel in den Kondensator, wo es wieder in seinen flüssigen Zustand gewandelt wird. Gleichzeitig gibt es dort seine Temperatur oder die Wärme an das Heizsystem ab.


Über das Expansions- oder auch Entspannungsventil erreicht das Kältemittel mit dem ursprünglichen Druck wieder in den Verdampfer. Dort beginnt der Kreislauf von vorn.


Neben dem Erdboden können auch Umgebungsluft oder Grundwasser als Wärmequelle zur Geltung kommen.

Berechnungsgrundlage ist die Jahresarbeitszahl

Die Effizienz einer Wärmepumpe wird anhand der sogenannten Jahresarbeitszahl ermittelt. Um sie zu berechnen, wenden Sie folgende Formel an: Dividieren Sie die Heizwärmeabgabe (Wärmemengenzähler) durch den eingesetzten Strom (Stromzähler Wärmepumpe).


Berücksichtigen Sie dabei aber unbedingt auch den für die Heizungspumpen und das Warmwasser benötigten Strom.


Nutzen Sie eine Warmwasserbereitung beispielsweise mittels eines elektrischen Durchlauferhitzers, so verbrauchen Sie dadurch deutlich mehr Strom. Die Klima-Effizienz der Wärmepumpe wird dadurch unter Umständen zunichte gemacht.

Jahresarbeitszahlen vereinbaren

Vereinbaren Sie idealerweise mit dem Fachmann, der die Wärmepumpe einbaut, bereits im Voraus schriftlich die zu erzielende Jahresarbeitszahl und vereinbaren Sie in diesem Zuge eine Rückforderung bei Nichterfüllung. Als gut werden Jahresarbeitszahlen von 4,0 oder besser eingestuft.

Voraussetzungen für den Einbau einer Wärmepumpe

Ihr Haus muss einige Voraussetzungen erfüllen, damit der Einbau einer Wärmepumpe mit den zu erwartenden Kosten am Ende wirklich sinnvoll und effektiv ist. Dazu gehören:


  • Die Gebäudehülle muss über eine gute Wärmedämmung verfügen, da dadurch die Temperatur des Heizwassers gesenkt wird. Neubauten oder sehr gut sanierte Altbauten gelten als geeignet.
  • Sie nutzen Erdreich oder Grundwasser für die Wärmepumpe.
  • Geringe Heizwasser-Temperatur – im Zweifelsfall kann dies durch eine Vergrösserung der Heizkörper oder ein geeignetes Wärmeverteilsystem erzielt werden.

Vor- und Nachteile der Wärmepumpe

Wie üblich zeigen sich auch hier sowohl Vor- als auch Nachteile. Vielen Anwendern ist heute vor allem die Öko-Bilanz wichtig. Aufgrund des relativ hohen Stromverbrauchs ist dies bei einer Wärmepumpe nur dann positiv, wenn purer Öko-Strom genutzt wird.


Die wichtigsten Vorteile einer Wärmepumpe sind:


  • Unabhängigkeit von Gas- und Ölimporten
  • Positive Energie-Bilanz bei Verwendung von Fussboden- oder Wandheizungen
  • Möglichkeit staatlicher Förderung bzw. Subventionen
  • Geringer Platzbedarf
  • Kombinationsmöglichkeit mit Fotovoltaik, Solarkollektoren oder Ökostrom
  • Äusserst geringer Wartungsbedarf


Die entscheidendsten Nachteile einer Wärmepumpe sind:


  • Ökobilanz und Wirtschaftlichkeit sind abhängig vom Strom-Mix
  • Heizsystem muss hohe Anforderungen erfüllen
  • Kältemittel bei einigen Modellen klimaschädlich
  • Abhängigkeit von örtlichen Gegebenheiten
  • Wirkungsgrad zeigt sich in der Realität teilweise niedriger als vom Hersteller angegeben

Arten von Wärmepumpen

Wärmepumpen gehören zu den saubersten und effizientesten Heiztechniken. Da sie die ohnehin vorhandene Umweltwärme nutzen, schonen sie die Umwelt und die Verbrauchskosten der Anlagenbesitzer deutlich.


Zu den bekanntesten Arten von Wärmepumpen gehören Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole/Wasser-Wärmepumpen, Wasser/Wasser-Wärmepumpen, Warmwasser-Wärmepumpen, Split-Wärmepumpen sowie Grosswärmepumpen.

Ein Fachmann ist unbedingt erforderlich

Für eine kompetente Beratung und einen professionellen Einbau benötigen Sie auf jeden Fall einen versierten Fachmann. Er kann einschätzen, ob die Anwendung in Ihrem Haus sinnvoll und wirtschaftlich ist.


Wir helfen Ihnen dabei, das geeignete Unternehmen zu finden, das Sie in diesem Bereich rundum zufriedenstellen wird.


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