Rohre verlegen lassen: Mit 4 Fragen zum Sanitär-Erfolg

Rohre verlegen überlässt man besser dem Profi. Denn diese anspruchsvolle Arbeit verlangt Sorgfalt und Erfahrung. Unsere 4 Fragen helfen Ihnen, alles Wichtige zu bedenken, bevor Sie einen Handwerker beauftragen.

Sie haben sich ein neues Waschbecken gekauft, aber die Anschlüsse passen nicht? Oder Sie denken schon lange über einen Wasseranschluss in der Gartenlaube nach?

Rohre verlegen verlangt Übung und Fachkenntnis, sonst ist schnell ein Wasserschaden entstanden.

Wenn Sie Rohre vom Handwerker verlegen lassen wollen, geben wir Ihnen hier wissenswerte Informationen zu den anfallenden Arbeiten, möglichen Risiken, gängigen Materialien und passenden Handwerkern.

Oder wissen Sie bereits, was zu tun ist? Dann können Sie Ihr Projekt jetzt unverbindlich ausschreiben und schnellstmöglich Offerten von bewerteten Handwerkern vergleichen:

1. Was für Rohre sollen verlegt werden?

Rohr ist nicht gleich Rohr. Je nachdem, was für Rohre verlegt werden sollen, wird Ihr Handwerker natürlich anderes Material und eventuell auch anderes Werkzeug benötigen:

Wer Heizungsrohre verarbeiten muss, braucht andere Kenntnisse und Vorarbeiten, als jemand, der Wasserleitungen für den Gartenteich oder Anschlüsse im Bad verlegen soll.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema "Heizung und Sanitär".

2. Welche zusätzlichen Arbeiten fallen an?

Um Rohre zu verlegen, fallen gleichwohl zusätzliche Arbeiten an, über die Sie sich im Klaren sein sollten.

Banal, aber wichtig: Wissen Sie, wo der Hauptwasseranschluss ist? Bei Arbeiten an Frischwasserleitungen muss das Wasser unbedingt abgedreht sein.

Rohre liegen in den seltensten Fällen über Putz. Das bedeutet, dass das Mauerwerk aufgebrochen oder das Erdreich geöffnet werden muss.

Bedenken Sie also, dass die Wand nach getaner Arbeit wieder verschlossen werden muss. Wird am Haus oder im Garten gebuddelt, rechnen Sie auch dort mit zusätzlicher Arbeit, etwa am Rasen.

Wenn Sie selbst keine Erfahrung bei diesen zusätzlichen Arbeiten haben, brauchen Sie auch hierfür einen geeigneten Handwerker.

Kalkulieren Sie für diese Zusatzarbeiten ausserdem extra Zeit, Aufwand und Lärm ein.

3. Wo liegen die Risiken beim Rohre-Verlegen?

Fliessend Wasser im Haus – ein Segen. Und ein Fluch, wenn etwas beim Einbau oder der Sanierung schiefgeht.

Das gilt für Heizungsrohre, die ja ebenfalls Wasser führen, genauso wie für Rohre für Frisch- und Brauchwasser. Wenn nicht exakt und mit der obligaten Fachkenntnis gearbeitet wird, können durch undichte Stellen Schäden am Bau entstehen.

Und: Sanitär kommt vom lateinischen Wort für „gesund“. Trinkwasser ist vielleicht das wichtigste Lebensmittel überhaupt und wird streng überwacht. Es bleibt aber nur sauber, wenn die Rohre richtig verlegt wurden.

Damit Wasser in Rohren fliesst, muss ein Gefälle einkalkuliert werden. Ist es zu gering, steht das Wasser bzw. Ablagerungen werden nicht abtransportiert. Verkeimung und Verstopfungen sind dann wahrscheinlich.

4. Welche Materialien kommen infrage?

Je nachdem, ob neue Rohre verlegt werden oder alte ausgetauscht werden sollen, kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Traditionell wurden früher Rohre aus Kupfer oder Edelstahl verbaut.

Sollen diese weiter verlegt oder verlängert werden, müssen sie miteinander verbunden werden, etwa durch Löten. Neben den höheren Materialkosten wird diese aufwändigere Verlegetechnik ebenfalls beim Preis zu Buche schlagen.

Kunststoffrohre

Wer heutzutage die Wahl hat, wird in der Regel zu Kunststoffrohren greifen. Für sie sprechen:

  • günstig in der Anschaffung
  • können nicht rosten und platzen nicht bei Kälte
  • hygienisch, da Kalk und Schmutz schlechter haftet
  • einfacher zu verarbeiten – wichtig für die Gesamtkosten
  • keine negativen Einflüsse auf die Wasserqualität

Interessant, aber nicht günstig sind moderne Rohre aus Mehrschicht-Verbundstoffen. Sie verbinden die Vorteile von Kunststoffrohren mit denen der Metallrohre, sind also zum Beispiel von Hand zu biegen, sehr druckfest und formstabil.

Lassen Sie sich vom Sanitärinstallateur erklären, inwieweit sich der höhere Materialpreis durch Zeitersparnis vielleicht dennoch positiv auf die Gesamtkosten auswirkt.

Wasser marsch!

Mit unseren 4 Fragen haben Sie nun ein klareres Bild von Ihrem Projekt. Nutzen Sie Ihr neu gewonnenes Hintergrundwissen jetzt beim Erstellen der Offertanfrage auf renovero.ch.

Dann können Sie später leichter entscheiden, welcher Sanitärinstallateur auf Sie den kompetentesten Eindruck macht. Denn je fundierter Ihr Wissen über Ihr Projekt, umso präzisere Angebote erhalten Sie von Sanitärinstallateuren aus Ihrer Region.

Vergessen Sie ausserdem nicht, die Erfahrungen anderer Nutzer zu Rate zu ziehen! Dabei hilft Ihnen das renovero Bewertungssystem.