Kellerwand isolieren: 3 Vorüberlegungen zu Dichtung, Dämmung und Isolierung

Wir geben Ihnen drei Vorüberlegungen an die Hand, die beim Isolieren der Kellerwand beachtet werden sollten. So finden Sie die für Sie geeignetste Methode heraus und können nach dem Experten Ausschau halten, der genau zu Ihrem Vorhaben passt.

Heizenergie verschenkt man ungern. Wenn Sie gerade über das Isolieren der Kellerwand nachdenken, lohnt es sich da allemal, sämtliche Möglichkeiten im Blick zu haben.

Daher stellen wir Ihnen hier die geeignetsten Dicht- und Dämmmethoden für Ihren Hauskeller vor und geben Tipps, an welcher Stelle sich eine gute Vorplanung besonders bezahlt macht.

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1. Wo die Dämmung stattfinden kann

Um die passende Methode auswählen zu können, lohnt sich zunächst ein genauer Blick auf die geplante Nutzung des Kellerraumes und eine Analyse des eigenen Heizverhaltens. Denn auch die Ausgangssituation ist für das anstehende Projekt wichtig.

Handelt es sich um Arbeiten an einem Neubau, wobei noch keine Einschränkungen durch bereits gegebene Baukonstruktionen vorliegen? Oder müssen für eine geplante Sanierung unter Umständen bestimmte Materialien angepasst oder sogar entfernt und neu verlegt werden?

Hier folgt ein kurzer Überblick zu den Vor- und Nachteilen der gängigsten Dämmbereiche im Keller:

Die Kellerdecke

Für einen nicht beheizten Kellerraum reicht eine Dämmung der Kellerdecke meistens aus.

Wenn neu gebaut wird, bietet es sich an, das Dämmmaterial einfach direkt vor der Bearbeitung des Bodenbelags im Erdgeschoss anzubringen. Wenn eine nachträgliche Isolierung stattfinden soll, kann der Quadratmeterpreis von einigen Faktoren beeinflusst werden.

Idealerweise sollte die Deckenoberfläche für eine Bearbeitung möglichst glatt und eben sein.

Ist das nicht der Fall, fallen entsprechend zusätzliche Kosten für das Ausgleichen von Unebenheiten an. Auch übermässig viele verlegte Rohrleitungen in dem zu dämmenden Bereich führen zu einem erhöhten Arbeitsaufwand.

Die Innenwände

Wenn der Kellerraum als Wohnraum genutzt und deswegen nachträglich gedämmt werden soll, dann bietet sich die Isolierung der Wände von innen als eine der günstigsten Alternativen zur kompletten Bearbeitung von aussen an.

Allerdings gehen durch das zusätzlich angebrachte Material einige Quadratmeter an Wohnraum verloren und Tür- und Fenstermonturen sowie Treppenansätze müssen ggf. angepasst werden.

Die Fassade

Eine sogenannte Perimeterdämmung ist die effektivste Dämmmethode und gilt bei heutigen Neubauten bereits als Standard.

Sie ist in der Regel auch auf lange Sicht die sinnvollste Option, da in jedem Fall Ersparnisse bei den Heizkosten zu erwarten sind und die einmalige Investition sehr viel günstiger ausfällt als eine nachträgliche Sanierung.

2. Welche Isolierungen gegen Feuchtigkeit helfen

Besonders in Altbauten ist bei Unterkellerungen häufig die Isolierung gegen Feuchtigkeit nicht auf dem neuesten Stand. Um Schimmelbefall und Strukturschäden zu vermeiden, sollte hier bei sichtbaren Mängeln schnell gehandelt werden.

Daher ist es auch bei Neubauten ratsam, von Anfang an in eine über den Standard hinausgehende Feuchtigkeitsisolation zu investieren.

Dampfdicht dämmen

Sogenannte Dampfbremsen verhindern, dass Nässe aus dem Boden in den Kellerraum gelangen kann. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sich Tau- und Regenwasser auch bei kleinen Rissen zwischen Dämmplatte und Kellerwand ansammelt und unbemerkt zu Schimmelbildung führt.

Daher sollte bei einer dampfdichten Kellerdämmung eine vermehrte Kontrolle der isolierten Flächen stattfinden, um verdächtig schwarzen Flecken schnell entgegenwirken zu können.

Die kapillaraktive Kellerdämmung

Eine etwas aufwändigere, aber dafür nachhaltigere Variante bietet eine kapillaraktive Dämmung. Hierbei wird nicht versucht, die Feuchtigkeit abzuhalten, sie wird aufgenommen und reguliert an den Raum abgegeben.

Durch den kontrollierten Feuchtigkeitsaustausch bleiben die Wände trocken und es besteht keine Schimmelgefahr. Zudem wird das Raumklima positiv zu Gunsten Ihrer Gesundheit unterstützt.

3. Was Sie noch berücksichtigen sollten

Wägen Sie ganz genau ab, welche Ausbesserungen auf lange Sicht ohnehin anfallen würden. Gerade bei Arbeiten an der Aussenfassade werden bei jeder Sanierung Extrakosten für Erdarbeiten und das Freilegen der Kellerwände von Verputz und Belag anfallen.

Wenn Sie von Anfang an auf eine langfristig zuverlässige Dicht- und Dämmmethode setzen, sparen Sie nicht nur schon früher an den Heizkosten, Sie werden auch weniger Wartungs- und Sanierungsbedarf über die Jahre feststellen.

Hier erfahren Sie mehr über die Kosten fürs Isolieren einer Kellerwand.

Mit renovero.ch die Kellerwand isolieren

Je nach Bedarf kann das Isolieren einer Kellerwand ein relativ aufwändiges Unterfangen werden. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Anforderungen genau festzulegen und einen Experten nach Ihren Präferenzen auszuwählen.

Wenn Sie unsicher sind, kann der Experte Sie auch bereits vorab beratend unterstützen.

Da Sie nun den Umfang Ihres Vorhabens besser einschätzen können, haben Sie die Möglichkeit, bei renovero.ch eine kostenlose und unverbindliche Offertanfrage zu erstellen. Damit können Sie schnell und einfach Offerten verschiedener Handwerker vergleichen.

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