Wärmedämmung: in 6 Schritten zur energetischen Sanierung

Eine ganz einfache Rechnung, die aufgeht: Damit ein Haus von innen warm ist, muss es umgangssprachlich angezogen werden. In der Bausprache nennt sich so etwas Wärmedämmung. Wir klären Sie in sechs Schritten darüber auf, was bei einer energetischen Sanierung zu beachten ist und wie Sie den richtigen Fachmann ausfindig machen. 

Ihre Heizkosten steigen jedes Jahr weiter an. Um diesem Kostenanstieg entgegenzuwirken, haben Sie sich für eine energetische Sanierung in Form einer Wärmedämmung entschieden.

Doch schnell stellt sich Ihnen die Frage, welche Dämmstoffe es eigentlich gibt und welchen Handwerker Sie für diese Tätigkeit beauftragen sollen.

In unserem Artikel klären wir Ihre Fragen und geben Ihnen in sechs Schritten Auskunft über die Funktion und Orte der Wärmedämmung. Ausserdem erfahren Sie, was Sie bei der Suche nach einem passenden Handwerker beachten müssen. 

Oder wissen Sie bereits, was zu tun ist? Dann können Sie Ihr Projekt jetzt unverbindlich ausschreiben und schnellstmöglich Offerten von bewerteten Handwerkern vergleichen:

1. Die Funktion der Wärmedämmung kennen

Wenn zwei Körper (Haus und Aussenwelt) unterschiedlich warm sind, dann findet stets ein Wärmeübergang statt. Dabei fliesst die Wärme vom warmen zum kalten Ort.

Um dies zu verhindern, wird ein Wärmedämmstoff zwischen die beiden Körper gelegt, der diesen Wärmefluss reduziert. Ausserdem schützt das Material die Bausubstanz vor Schäden durch Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und Schimmelbefall.

2. Sich über die Orte der Wärmedämmung informieren

Wärmedämmung kann an ganz unterschiedlichen Stellen Ihres Hauses erfolgen. Damit Sie entscheiden, wo es am sinnvollsten ist, haben wir Ihnen die wesentlichen Orte aufgeführt.

  • Dämmung der Aussenhülle:

Diese Dämmart erfolgt an der Aussenfassade und ist die wesentliche Massnahme zur Reduktion des Wärmeverlustes.

  • Zwischensparrendämmung:

Diese erfolgt an der Kaltseite von Unterdecken mit Übergang zum Dachboden oder an der Kellerdecke. Sie sorgt also für eine thermische Trennung von beheizten und unbeheizten Stockwerken.

  • Fensterdämmung:

Alte Fenster verlieren zu viel Wärme und werden durch modernes Wärmedämmglas ausgetauscht.

  • Innendämmung:

​​​​​​​Sie stellt eine mögliche Alternative dar, obwohl Gebäude üblicherweise aussen gedämmt werden. 

Hier erfahren Sie mehr über das Dämmen des Dachbodens.

3. Dämmstoffe unterscheiden können

Eine Dämmung ist gut, wenn sie die Wärme im Haus behält und im Sommer von aussen abwehren kann. Die folgenden Dämmstoffe besitzen diese Funktion.

  • Matten:

Das sind Stoffe aus Holzfasern, Schafswolle, Gräsern, Filz oder Hanf und eignen sich für Innen- und Dachsparrenisolationen.

  • Platten:

Diese Dämmstoffe eignet sich für eine Innen-, Aussen- und Bodenisolation und bestehen aus Holzfasern, Zellulose, Silikat, Mineralstoffen, Schaumglas, Stroh oder Holzwolle.

  • Blasbare Dämmstoffe:

Diese werden in schwer zugängliche Hohlräume in Wänden, Decken und Böden gefüllt und bestehen aus Zellulose-, Grasfasern oder Holzhobelspäne.

  • Füllstoffe:

Sie werden als Ausgleichsdämmung benutzt, kommen in Blindböden zur Anwendung und bestehen aus Blähglimmer, Kork, Leichtlehme, Schaumglasschotter oder Holzhobelspänen.

  • Stopfbare Dämmstoffe:

Die Stopfwolle wird für die Isolation von Tür- und Fensterrahmen verwendet und besteht aus Schafwolle oder Seidenzopf.

  • Wärmedämmende Brandschutzplatten:

Für Orte, an denen ein hoher Brandschutz gefordert ist, werden die aus Silikat, Mineralstoffen oder Steinwolle bestehenden Platten verwendet. 

4. Wie viel Energie Sie nach einer Sanierung einsparen

Bei allen verwendeten Dämmstofforten und richtigen Materialien können sie Ihren Energieverbrauch im Durchschnitt jährlich um 35% senken.

Dabei sind Aussenfassade und Fenster sowie Türrahmen als wichtigste Orte aufzuführen, da hier die meiste Wärme verloren gehen kann.

5. Den richtigen Handwerker finden

Für das energetische Sanieren mit einer Wärmedämmung ist die Beauftragung eines Fachmannes unumgänglich. Hierfür benötigen Sie einen Gipser für den Trockenbau.

Neben dem Anbringen von Dämmwolle zählt das Verputzen von Decken, Wänden und Fassaden zu seinen Haupttätigkeiten.

Weitere Tätigkeitsbereiche eines Gipsers sind:

  • Betreuung des Auftrages von der Planung bis zur Fertigstellung
  • Planung der Sanierungsarbeiten unter Einbezug Ihrer Wünsche und Budgetvorstellungen
  • Stellen von Material und Gerätschaften
  • Beratung zu Material und Auftragsort
  • Ausstellen von Angeboten und Kostenvoranschlägen
  • Übernahme der Bauleitung und Verantwortung als Meister
  • Fachgerechtes Anbringen der Wärmedämmung
  • Kontakt zu anderen Fachleuten bei eventuellen Arbeiten mit Strom
  • Abnahme der fertigen Arbeit mit dem Kunden 

6. Was Sie bei einer Suche beachten müssen

Es gibt viele Gipser, die sich auf den Trockenbau spezialisiert haben – doch wen wählen Sie aus? Mit unseren Qualitätskriterien für die Handwerkersuche verläuft Ihre Suche erfolgreich.

  • Der Gipser soll die bauphysikalischen Grundlagen eines Hauses kennen und eine bauphysikalische Berechnung vorlegen. Denn eine neue Dämmung verändert grundsätzlich die Bauphysik Ihres Hauses.
  • Der Fachmann arbeitet mit einer grossen Auswahl an Produkten, da sich je nach Dämmverfahren und Bauteil verschiedene Dämmstoffe eignen.
  • Er kennt die Anforderungen der Energieeinsparverordnung und hält bestimmte U-Werte bei der Dämmung ein.
  • Die Energieeffizienz einer jeden Massnahme kann er benennen.
  • Bei umfassenderen Sanierungsarbeiten lässt der Gipser sich von einem Energieberater unterstützen.

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Mit unseren sechs Schritten sind sie nun perfekt für eine energetische Sanierung vorbereitet und wissen alles über Dämmarten, deren Funktion und Ort der Anbringung und welchen Fachmann sie benötigen.

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