Gerüstbauer: Wir erklären den Beruf in 3 Schritten

Vor allem bei grösseren Bauprojekten wird oft ein Gerüst benötigt. Dafür zuständig ist der Gerüstbauer. Wir erklären, welche Arbeiten in den Tätigkeitsbereich eines Gerüstbauers fallen, wie die Ausbildung aussieht und welche Kosten mit der Beauftragung verbunden sind.

Für das nächste Bauprojekt muss ein Gerüst her. Aber wie gross muss es sein? Gibt es sonst etwas zu beachten? Diese Fragen kann Ihnen ein Gerüstbauer beantworten.

Interessieren Sie sich dafür, welche Arbeiten dieser Gerüstbauer übernimmt? Oder welche Ausbildung er durchlaufen hat? Vielleicht ist für Sie auch relevant, was es bei der Beauftragung und den Kosten zu beachten gilt.

Mit diesem Artikel können Sie sich ein besseres Bild vom Beruf des Gerüstbauers machen.

Oder wissen Sie bereits, was zu tun ist? Dann können Sie Ihr Projekt jetzt unverbindlich ausschreiben und schnellstmöglich Offerten von bewerteten Handwerkern vergleichen: 

1. Die Ausbildung zum Gerüstbauer

Die Ausbildung zum Gerüstbauer wird nach dem dualen System durchgeführt. Das bedeutet, dass ein Auszubildender die theoretischen Grundlagen in der Berufsschule erlernt.

Das praktische Arbeiten wird dem Auszubildenden in einem zertifizierten Ausbildungsbetrieb vermittelt. Ausserdem finden auch überbetriebliche Kurse statt.

Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel drei Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss ist man Gerüstbauer mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ).

Abhängig vom Ausbildungsbetrieb sind zusätzliche Spezialisierungen oder Doppelabschlüsse in einem weiteren handwerklichen Tätigkeitsfeld möglich.

Während des ersten Jahres der Berufsschule erfolgt der Unterricht in gemischten Klassen der Gebäudehülle-Berufe. Zu diesem Berufsfeld gehören neben den Gerüstbauern auch Dachdecker, Fassadenbauer, Storenmonteure etc.

Durch dieses gemischte Lernen erhalten die Auszubildenden Einblick und Kenntnisse in die verschiedenen Handwerkersparten. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr erfolgt dann die Spezialisierung.

Die Qualifikation

Gerüstbauer haben natürlich, wie andere Handwerker auch, die Möglichkeit der Weiterbildung.

Dazu gehört zum Beispiel die Möglichkeit, eine Berufsprüfung zum Energieberater Gebäude, Projektleiter Solarmontage oder zum Bauführer Gebäude abzulegen. Auch das Ablegen der höheren Fachprüfung zum Diplom-Polybau-Meister ist möglich.

2. Welche Tätigkeiten führt ein Gerüstbauer aus?

Gerüstbauer sind bei vielen Bauprojekten unverzichtbar. Denn wie der Name schon erahnen lässt, sind sie für den Auf- und Abbau von Gerüsten aller Art zuständig. Aber was genau heisst „Gerüste aller Art“?

Zu den gängigsten Gerüsten gehören Tribünen, Fassadengerüste, Brückengerüste und Sondergerüste. Ausserdem installieren Gerüstbauer auch Bauaufzüge und Notdächer. Oberste

Priorität bei solchen Bauprojekten hat natürlich die Sicherheit aller. In das Tätigkeitsfeld eines Gerüstbauers fällt deswegen auch das Planen und Installieren von Schutzvorrichtungen wie Netze und Absturzsicherungen.

Der reine Auf- und Abbau von Gerüsten aller Art ist aber noch nicht alles, was Gerüstbauer tagtäglich tun. Unter anderem planen Sie auch viele der Arbeitsabläufe rund um ein Bauprojekt und führen die notwendigen Vermessungsarbeiten durch.

Wenn Aufzüge oder Hebebühnen benötigt werden, sind Gerüstbauer auch dafür zuständig, die späteren Nutzer anzuweisen.

Viele Gerüstbauer spezialisieren sich im Laufe der Jahre durch Ihre Arbeitserfahrung auf bestimmte Tätigkeiten, wie Gerüste im Brückenbau oder auch im Fassadenbau.

Bei der Auswahl des geeigneten Gerüstbauers sollten Sie immer auch auf die Spezialisierung und die Qualifikationen des Gerüstbauers achten.    

3. Beauftragung und Kosten

Vor allem bei Bauprojekten an der Aussenseite wird in vielen Fällen ein Gerüst benötigt. Am besten vergleichen Sie verschiedene Offerten und entscheiden sich auf Grundlage Ihrer Vorstellungen. Einige Überlegungen zur Kostenfrage haben wir vorab für Sie zusammengestellt:

  • Die günstige Offerte ist nicht automatisch die beste. Beispielsweise kann die Beauftragung eines Spezialisten für genau Ihr benötigtes Gerüst auf den ersten Blick teurer erscheinen. Allerdings bringt dieser auch viel Fachwissen und Erfahrung mit, die bei den Arbeiten nützlich sein werden.

 

  • Bitten Sie die Handwerker um Referenzen und Kostenvoranschläge und vergleichen Sie diese. Achten Sie bei einem Kostenvoranschlag auch darauf, welche Posten eingerechnet werden.

 

  • Ein Posten der Kosten ist die reine Miete des Gerüstes. Diese berechnet sich nach der Grösse des Gerüstes und der Mietdauer. Der Posten der reinen Miete macht insgesamt aber nur einen geringen Anteil der Gesamtkosten aus.

 

  • Ausserdem sollten sich im Kostenvoranschlag Posten für den Auf- und Abbau und auch für die technische Abnahme wiederfinden. Diese machen im Normalfall den Hauptanteil der Kosten aus. Sie variieren ebenfalls nach Grösse des Gerüstes, können aber auch regional noch Schwankungen aufweisen.

 

  • Zusätzlich beachten sollten Sie eventuelle Spezialkonstruktionen oder andere Extras. Hierzu gehören zum Beispiel ein Wetterschutz oder ein Sicherheitsnetz.

 

Sollten Sie nur einen Gesamtkostenvoranschlag erhalten, fragen Sie noch einmal beim Experten nach einer genaueren Aufschlüsselung. So behalten Sie beim Vergleichen den Überblick.

Hier erfahren Sie mehr über die Preise beim Gerüstbau.

Die Offertanfrage

Wenn bei Ihnen ein grösseres Bauprojekt ansteht, sind in den meisten Fällen viele verschiedene Handwerker gefragt. Einer davon ist der Gerüstbauer.

Zögern Sie nicht, verschiedene Offerten einzuholen und diese nach Ihren persönlichen Kriterien zu vergleichen. Über renovero können Sie eine kostenlose und unverbindliche Offertanfrage anlegen.

Ausserdem profitieren Sie über das portaleigene Bewertungssystem von den Erfahrungen anderer Anbieter mit den Experten.